Vor meiner Fraktion-vor-Ort-Veranstaltung in Neustadt habe ich Fachleute aus der Gesundheitsbranche zu meinem mittlerweile bereits 4. Runden Tisch in die Mühlenberg-Klinik nach Bad Malente eingeladen. Als Referentin hatte ich diesmal meine Bundestagskollegin, die langjährige gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und frühere Vorsitzende des Gesundheitsausschusses Dr. Carola Reimann eingeladen. Wir haben über die aktuellen Gesetze und geplanten Gesetzesvorhaben diskutiert – vor allem aber war mir und Carola Reimann daran gelegen, die Meinung der Fachleute aus der Praxis zu erfahren. Deshalb habe ich mich sehr über die große Resonanz auf meine Einladung gefreut: 33 Branchenvertreter waren gekommen, darunter Pflegedienstleiterinnen, Schulleiterinnen, Chefärzte, Konzernbetriebsrats-vorsitzende und Fachkräfte von Pflegediensten und Krankenhäusern. Die Gelegenheit zum intensiven Austausch nutzten wir ausgiebig, es gab so viel Redebedarf, dass wir mit den vorgesehenen zwei Stunden nicht auskamen. Eines der Ergebnisse: Ich werde natürlich auch zum 5. Runden Tisch Pflege einladen, dafür werde ich dann wieder einen Top-Referenten der Landesebene besorgen.
Bereits beim 1. und 2. Runden Tisch „Pflege“ Anfang 2013 haben mit der schleswig-holsteinischen Gesundheitsministerin Kristin Alheit über den stärker spürbaren Fachkräftemangel, schwierigste Arbeitsbedingungen und die Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft sowie über eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive speziell in der Altenpflege diskutiert. Für den 3. Runden Tisch „Pflege“ im August 2013 in Oldenburg konnte ich die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gewinnen, mit der wir die erforderlichen Impulse auf bundespolitischer Seite besprochen haben, um den Herausforderungen besser gerecht werden zu können.
Nach dem 4. Runden Tisch und der Fraktion-vor-Ort in Neustadt stand für Carola Reimann und mich noch eine dritte Veranstaltung auf der Tagesordnung: Der Betreuungsverein Ostholstein hatte zum Thema „Sterbezeit ist Lebenszeit“ in die Kreisbibliothek geladen, wo die Diskussionsrunde zu diesem sehr komplexen Thema differenziert diskutierte. Carola Reimann stellte das Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion vor: Wir wollen eine Regelung, die eine freiwillige ärztliche Hilfestellung zum Suizid zwar ermöglichen, sie aber an klar definierte Voraussetzungen knüpfen soll. Für Angehörige ist diese bereits straflos, für Ärzte besteht hier jedoch bisher eine große Rechtsunsicherheit.