
Klara Meininghaus und Celine Harms
Nach einem ostholsteinweiten Aufruf der SPD-Bundestags-abgeordneten Bettina Hagedorn für die Teilnahme junger Menschen am SPD-„Planspiel Zukunftsdialog 2013“ in Berlin gingen in den vergangenen Wochen vier sehr engagierte Bewerbungen im Eutiner Büro der Abgeordneten ein. Da fiel die Entscheidung schwer, denn nur ein Bewerber konnte sich über ein „Ticket“ nach Berlin freuen. Die Wahl fiel auf die 17jährige Celine Harms, Schülerin des Ostsee-Gymnasiums in Timmendorfer Strand, die sich mit einem Essay zum Thema „Was bedeutet Politik für mich“ erfolgreich qualifiziert hatte. Ende Februar erfuhr Bettina Hagedorn dann, dass sie auch ihre 16jährige Ersatzkandidatin Klara Meininghaus vom Johann-Heinrich-Voß Gymnasium in Eutin nach Berlin einladen durfte. Gemeinsam mit ca. 150 weiteren jungen Menschen aus ganz Deutschland nahmen sie vom 20. bis 23. April 2013 am bereits zweiten „Planspiel Zukunftsdialog“ teil - einem noch neuen Beteiligungsinstrument der SPD-Bundestagsfraktion für Jugendliche und junge Erwachsene, welches in diesem Jahr sogar von drei auf vier Tage verlängert wurde.
Bettina Hagedorn: „Beim Projekt ‚Planspiel Zukunftsdialog‘ der SPD-Bundestagsfraktion können junge Menschen vier Tage lang ‚echte‘ Politik in Berlin hautnah miterleben - und vor allem mitgestalten. Sie erfahren nicht nur theoretisch, wie Politik funktioniert, sondern schlüpfen selbst in die Rolle eines Abgeordneten und simulieren spielerisch alle Abläufe in einer Fraktion. Und auch die Themen sind solche, über die wir uns selbst in der Fraktion regelmäßig ‚die Köpfe heiß‘ reden! Ihre in den jeweiligen Arbeitsgruppen entwickelten Ideen und Anträge haben die Jugendlichen dann sogar den gewählten Abgeordneten der SPD im Bundestag vorgestellt und engagiert mit ihnen diskutiert. Manches fand dabei Zustimmung, bei einigen Punkten wichen die Meinungen ab - also ganz wie in der Wirklichkeit! Ich bin froh, dass ich auch beim zweiten Mal wieder zwei jungen Menschen diese Chance geben konnte!“
Los ging es für Celine und Klara bereits am Samstag, den 20. April: Nach der Eröffnung des Planspiels durch den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse, wurde mit Hilfestellung der Parlamentarischen Geschäftsführung der SPD-Bundestagsfraktion die Wahlleitung bestimmt, Fraktionsvorsitzende sowie ihre drei Stellvertreter und ein Fraktionsvorstand gewählt. Am Nachmittag konnten alle Teilnehmer noch eine Stadtrundfahrt genießen, bevor es am nächsten Tag arbeitsreich weiterging: Die Arbeitsgruppen wurden konstituiert und es begann die Erarbeitung der Antragstexte, wobei Celine Harms der Arbeitsgruppe „Bildung und Forschung“ und Klara Meininghaus der Arbeitsgruppe „Rechtsextremismus“ angehörten. In den beiden darauf folgenden Tagen wechselten immer wieder Tagungen des Fraktionsvorstandes und Sitzungen der Fraktion sowie Beratungen in den Arbeitsgruppen – bis das Ergebnis der Beratungen „rund“ war und mehrheitlich Zustimmung fand, um am Ende in den realen Arbeitsgruppen der SPD-Bundestagsfraktion vorgestellt zu werden. Nach der Verabschiedung des „echten“ Fraktionsvorsitzenden, Frank-Walter Steinmeier, war auch in diesem Jahr die Resonanz der Teilnehmer des Planspiels überwältigend: „Zu sehen, wie ‚echte‘ Politik gemacht wird, fand ich sehr spannend, und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, meine eigenen Vorschläge einzubringen, mit anderen Jugendlichen zu debattieren und zusammen eigene Anträge zu erstellen. Für diese einzigartigen Erfahrungen möchte ich mich bei Bettina Hagedorn herzlich bedanken“, so Celine. Und Klara fügt hinzu: „Es bringt sehr viel Spaß, sich mit vielen gleichaltrigen Jugendlichen über das Thema Politik zu unterhalten und zu diskutieren. Auch wenn wir unterschiedliche Meinungen haben und die Diskussionen hitzig waren, ist es eine tolle Sache, in den Plenarsälen zu debattieren. Vor allem ist es spannend zu sehen, wie sich innerhalb der Diskussion verschiedene Meinungsbilder prägen, aber oftmals auch ändern. Am Ende haben wir einen Antrag erarbeitet, mit dem alle zufrieden waren. Das Planspiel ist eine ganz tolle Gelegenheit, sich über Politik auszutauschen und sie selbst hautnah mitzuerleben.“
Am „Planspiel Zukunftsdialog“ konnten junge interessierte Menschen – sowohl Schülerinnen und Schüler wie auch Auszubildende und jungen Studierende zwischen 16 und 20 Jahren – sich direkt bei ihren zuständigen Abgeordneten bewerben. Erforderlich für das Auswahlverfahren war ein Lebenslauf sowie ein kreatives Kurzessay, für das drei verschiedene Themen zur Auswahl standen. Für das „Planspiel“ 2014 können sich alle Interessierten rechtzeitig im Wahlkreisbüro von Bettina Hagedorn unter bettina-hagedorn@wk.bundestag.de vormerken lassen.