Anbei finden Sie den Reader mit den 12 Fragen der schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten sowie den Antworten der Bundesregierung

Die Podiumsteilnehmer: v. l. Martin Groll, Sören Bartol, Bettina Hagedorn und Lars Winter
Am 17.04.12 luden die Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn und Sören Bartol zur Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Erneuerbare Energien brauchen Volldampf beim Netzausbau“ nach Lensahn ein. Gemeinsam mit dem Referenten der TenneT Martin Groll und dem SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Lars Winter begrüßte Bettina Hagedorn über 60 Gäste.
Die Veranstaltung stieß wieder auf großes Interesse und die Gäste diskutierten über den Netzausbau und das damit verbundene wirtschaftliche Potential sowie über neue Formen einer innovativen Bürgerbeteiligung für eine erfolgreiche Energiewende. Bettina Hagedorn betonte noch einmal, wie wichtig für Deutschland der Atomausstieg ist und eine erfolgreiche Energiewende, die auch Auswirkungen auf andere Europäische Länder haben wird. Wenn Deutschland bei der Energiewende scheitert, werden die Länder in Europa nicht umdenken. Wenn Deutschland mit großem Erfolg die Energiewende schafft, dann werden auch andere Länder dem Beispiel folgen.
Eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland wird die Chance auf wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze auch für unser strukturschwaches Bundesland beflügeln. Besonders unsere Kommunen können auf diese Gewerbesteuereinnahmen nicht verzichten. Bereits heute werden z.B. in Schleswig-Holstein mehr als 50 Prozent unseres Strombedarfs aus regenerativen Energien gedeckt - vor allem die Windkraftbranche meldet jedes Jahr neue Rekorde bei der Stromerzeugung, die Flächen dafür sollen verdoppelt werden. Aber seit Jahren müssen immer mehr Anlagen wegen Netzüberlastung bei bestem Wind abgeschaltet werden, weil die schwarz-gelbe Landes- wie auch die Bundesregierung den Ausbau der Stromnetze in unverantwortlicher Weise erst „verschlafen“ und jetzt nur halbherzig befördert hat. Trotz „Beschleunigungsvereinbarung“ zwischen Netzbetreibern und Landesregierung vom August 2011 traf im Februar 2012 die Hiobsbotschaft der TenneT in Ostholstein wie eine Bombe ein: Die seit 10 Jahren dringend erforderliche Netzverstärkung zwischen Göhl und Lübeck bzw. der jetzt geplante Bau einer 380-kV-Trasse in Ostholstein ist – erneut – auf die lange Bank geschoben worden.
Die Aussage von Herrn Groll von der TenneT an diesem Abend lautete: 2015 folgt der Planungsstartschuss für die Verbindung Kiel-Göhl und alle übrigen Projekte sukzessive. Die Politiker und Gäste forderten, dass die Bürgerinnen und Bürger bei der Diskussion über die Trassenverläufe und innovative Alternativen beteiligt werden und es gleichzeitig zu einer Beschleunigung der Planungen kommt, um den notwendigen Ausbau der Stromnetze zusammen mit den Menschen zu erreichen.
Der Reader zu der kleinen Anfrage der SPD-Landesgruppe mit den 12 Fragen der schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten sowie den Antworten der Bundesregierung war während der Veranstaltung schnell vergriffen, Sie finden ihn daher hier nochmals zum Download.