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Erfolg für Handwerker: Haushaltsausschuss beschließt Änderungen am Wanka-Entwurf für das Meister-BaföG

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Beim Treffen des Landeshandwerksrats mit den SPD-Abgeordneten in Berlin. Die acht SPD-Abgeordneten (von links nach rechts): Matthias Ilgen, Bettina Hagedorn, Birgit Malecha-Nissen, Sönke Rix, Karin Thissen, Gabriele Hiller-Ohm, Nina Scheer, Ernst Dieter Rossmann; sowie die Vertreter des Handwerks aus Schleswig-Holstein (von links nach rechts): Thorsten Freiberg (Präsident Handwerk Schleswig-Holstein e.V.), Andreas Katschke (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Lübeck), Udo Hansen (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Flensburg), Matthias Dreyer (Handwerkshospitant im Büro von Bettina Hagedorn), Tim Brockmann (Geschäftsführer Handwerk Schleswig-Holstein e.V.) (Foto: Landesgruppe Schleswig-Holstein)

Der Haushaltsausschuss hat in seiner Sitzung am 17. Februar umfangreiche Verbesserungen gegenüber dem Regierungsentwurf von Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) für das Meister-BaföG beschlossen, die zusätzlich deutlich über 50 Mio. Euro jährlich kosten werden. Von dem Dritten Änderungsgesetz zum Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), das am 26. Februar im Deutschen Bundestag verabschiedet wird, profitieren Menschen, die sich zum Meister, zum Techniker, zum Fachwirt oder zum Fachkrankenpfleger fortbilden lassen wollen. Bettina Hagedorn, Abgeordnete für Ostholstein und stellv. Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss, berichtet über die Neuregelungen: 

„Von der Neuregelung profitieren künftig bundesweit rund 172.000 Fortbildende zum Meister – das sind deutlich mehr als bisher. Beim Meister-BaföG werden vor allem die Zuschüsse steigen: Der Bonus für das „Meisterstück“ wird von 1.500 auf jetzt 2.000 Euro erhöht, bei den Lehrgangs- und Prüfungskosten werden künftig 15.000 Euro anstatt bisher maximal 10.200 Euro bewilligt. Besonders wichtig ist mir, dass die Unterhaltszuschläge für Kinder und Ehepartner und der Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende deutlich erhöht werden, denn viele junge Menschen entscheiden sich für die Weiterqualifizierung an der Meisterschule während der Familienphase und sind dabei oft fast am Rande des Existenzminimums. Wir verbessern mit dieser Reform die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ermutigen junge Menschen, ihre Berufs- und Verdienstchancen durch Aus- und Fortbildung kräftig zu steigern. Wir brauchen Meisternachwuchs nicht nur beim Handwerk und öffnen das Meister-Bafög darum auch für weitere Berufsgruppen.“

Ziel der Reform ist auch die verbesserte Durchlässigkeit aus der akademischen Bildung in die berufliche Ausbildung – bisher konnten nur Handwerker sowie andere Fachkräfte gefördert werden. Jetzt sollen auch Bachelor-Absolventen einen Zugang zur Förderung bekommen, wenn sie zusätzlich einen Meisterkurs oder eine vergleichbare Fortbildung machen wollen.

Bettina Hagedorn: „Der von Bildungsministerin Johanna Wanka vorgelegte Gesetzentwurf wurde nun im Parlament auf SPD-Initiative noch erheblich nachverbessert – vor allem die stark erhöhte Förderung bei den Lehrgangskosten war uns ein wichtiges Anliegen. Die über 50 Mio. Euro, die diese Verbesserungen künftig den Bund pro Jahr kosten werden, sind gut angelegtes Geld, weil damit junge Menschen zur Fortbildung ermutigt werden, die als Meister dann ihrerseits Lehrlinge erfolgreich ausbilden und damit helfen können, dem Fachkräftemangel in wichtigen Berufszweigen entgegenzuwirken.“

Für das Meister-Bafög gibt der Bund bislang ca. 200 Mio. Euro pro Jahr aus.