(Foto: Laura Oswald-Jüttner, Fehmarnsches Tageblatt)
Am Samstag, den 02. Juli traf ich mich in Oldenburg mit Willi Lüdtke und weiteren Angelkutter-Kapitänen sowie Vertretern der Fischereiverbände. Das Thema war – wie bereits bei meiner Veranstaltung in Heiligenhafen – das geplante Angelverbot im Fehmarnbelt. Ich habe den Kapitänen berichtet, dass Staatssekretär Flasbarth die vielen konstruktiven Anregungen vom 10. Juni nicht nur mit nach Berlin genommen, sondern auch gleich die Verordnung überarbeitet hat: Im Ergebnis plant das Bundesumweltministerium nicht mehr wie ursprünglich mit einem vollständigen Angelverbot, sondern lediglich mit 30% des Naturschutzgebiets. Das ist ein guter Schritt hin zu einem Kompromiss zwischen den notwendigen Naturschutzbelangen im europäischen FFH-Gebiet einerseits und der Existenzsicherung der familiengeführten Kutterbetriebe in Heiligenhafen und Burgstaaken andererseits.
Für mich ist klar: Wir müssen im Gespräch bleiben, die Kapitäne und das Bundesumweltministerium müssen im konstruktiven Dialog eine Lösung finden. Es muss unser gemeinsames Ziel bleiben, die nachhaltige Erholung der Dorschbestände in den nächsten Jahren zu erreichen, denn der dramatische Nachwuchs-Rückgang bleibt die größte Existenzbedrohung für die Angelkutterbetriebe. Dafür muss es einen geschützten Bereich geben, das sieht beispielsweise auch die Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes Dr. Christel Happach-Kasan so, die ebenfalls am Gespräch teilnahm. Denkbar wäre statt eines räumlichen Verbots auch eine Begrenzung des Angelverbots auf bestimmte Zeiten im Jahr – Schonzeiten gibt es in der Ostsee bereits für andere Fische wie Lachs oder Meerforelle.