Der 12. Mai steht – weitgehend öffentlich unbeachtet - jährlich seit 46 Jahren in Erinnerung des Geburtstages der Sozialpionierin Florence Nightingale als
„Internationaler Tag der Pflege“ im Fokus des Pflegepersonals. Am 24. April 2009 trat mit dem Arbeitnehmerentsendegesetz endlich die Mindestlohnregelung auch für die Pflegebranche nach langen Auseinandersetzungen in Kraft und am 1. Juli 2009 jährt sich zum ersten Mal das Inkrafttreten der Pflegereform – diese Anlässe sind der Hintergrund für einen erneuten Appell der ostholsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn, um die Arbeitssituation der Pflegerinnen und Pfleger zu würdigen und weitere Verbesserungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen anzumahnen.
Hagedorn fordert mehr Engagement für Pflegebedürftige und Pflegepersonal
Pressemitteilungen
Hagedorn: „Die Arbeit der Altenpflegerinnen und –pfleger verdient nicht nur unseren größten Respekt, sondern auch über die gesellschaftliche Anerkennung hinaus die finanzielle Wertschätzung, die ihre verantwortungsvolle Arbeit angemessen honoriert. Die körperliche und seelische Belastung in diesem Berufszweig verlangt dem Pflegepersonal unglaublich viel ab – die anhaltende Notwendigkeit der Fortbildung und der Schichtdienst kommen als zusätzlich belastende Faktoren hinzu. Gerade in Ostholstein nimmt die Anzahl der Einrichtungen für die ältere Generation mit sehr unterschiedlichem Betreuungsgrad ständig zu – da ist es für unsere Region auf Dauer auch ein Standortfaktor, qualifiziertes Personal auszubilden und für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu motivieren.“
Die knapp ein Jahr in Kraft befindliche Pflegereform hat zum Ziel, dass die Pflege
nicht nur medizinisch auf dem neuesten Stand bleibt und im finanziellen Aufwand
angepasst wurde, sondern auch eine menschliche Dimension erhält und neben der stationären gerade die ambulante, häusliche Pflege stärkt. Hagedorn: „Die
Menschen werden glücklicherweise immer älter, viele möchten möglichst lange
Zuhause bleiben. Für Angehörige wie für die älteren Menschen, die der Pflege
bedürfen, ist es häufig schwierig, den individuell angemessenen Weg der
professionellen Unterstützung zu finden. Deshalb haben wir mit der Pflegereform
den Grundstein für den Aufbau von Pflegestützpunkten vor Ort gelegt. Für mich
völlig unverständlich gibt es im Kreistag Ostholsteins immer noch politischen
Widerstand gegen die Einrichtung solcher Stützpunkte, die „unter einem Dach“
trägerunabhängig kompetente Beratung und Hilfestellung für Pflegende und
Gepflegte gewähren. Nachdem der Bund 60 Millionen Euro für den Aufbau der
Pflegestützpunkte bewilligt und das Land Schleswig-Holstein mit Sozialministerin
Gitta Trauernicht erfolgreich den Weg der Einrichtung solcher Hilfszentren vor Ort
begonnen hat, liegt es vor allem beim Kreistag, dieses Angebot für die Menschen
in der Region umzusetzen und nicht weiter zu blockieren.“ Jeden Stützpunkt
bezuschusst der Bund mit 45.000 Euro Anschubförderung - bei Beteiligung von
ehrenamtlich tätigen Organisationen wie sie in Ostholstein aktiv sind, gibt es eine
weitere Förderung von bis zu 5.000 Euro. Die Umsetzung der Stützpunkte liegt
bei den betreffenden Kreisen gemeinsam mit dem Land. In Schleswig-Holstein
haben bereits 8 der 15 Kreise Pflegestützpunkte errichtet, in zwei weiteren
Kreisen sind konkrete Planungen auf dem Weg. Damit ist das Land Schleswig-
Holstein im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut aufgestellt – mit Ausnahme
von Ostholstein. Dabei sind die Vorteile unbestreitbar: Pflegestützpunkte sind
wohnortnah, trägerunabhängig und bieten gebündelt vielfältige Unterstützung für
Pflegebedürftige und deren Angehörige. Hagedorn: „Die Pflegestützpunkte
tragen dem Wunsch der meisten älteren Menschen Rechnung, so lange wie
möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Gerade in ländlichen Gebieten
wie Ostholstein und Nordstormarn sind Pflegestützpunkte von großer Bedeutung,
um dem Wandel in unserer älter werdenden Gesellschaft gerecht zu werden.“
Am 20. Mai besucht Bettina Hagedorn erneut drei Pflegeeinrichtungen in
Ostholstein. Nach einem Besuch der Godenblickresidenz in Bad Malente wird
die Abgeordnete zunächst beim Pflegedienst Neustadt und später im Cura
Seniorenstift Ahrensbök Station machen. Bettina Hagedorn besucht seit
Jahren regelmäßig Pflegeeinrichtungen und hat dort auch schon mehrere
eintägige Praktika absolviert. Hagedorn: „Ich freue mich erneut auf interessante
Gespräche mit dem Pflegepersonal und den Heimbewohnern und einen Blick
‚hinter die Kulissen‘ dieses wichtigen Tätigkeitsfeldes.“



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