
Seit über 100 Jahren wird am 8. März der Internationale Frauentag begangen - für die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn Jahr für Jahr Anlass, bestehende Mängel bei der Gleichstellung von Mann und Frau – nicht nur im Berufsleben – kritisch zu beleuchten: „Vieles hat sich getan, aber echte Gleichstellung mit fairen Löhnen und einer gesellschaftlich abgesicherten Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist noch lange nicht erreicht. Frauen erzielen bei uns für vergleichbare Arbeit immer noch skandalöse 22 Prozent weniger Einkommen als ihre männlichen Kollegen - damit ist Deutschland im Verhältnis zum Rest Europas Entwicklungsland! Zwar sind heute etwa 15 Prozent mehr Frauen berufstätig als noch vor zwanzig Jahren, doch leider verbirgt sich hinter dieser Entwicklung nur eine Verdrängung der arbeitenden Frauen aus der Vollzeit- in die Teilzeitbeschäftigung. Dabei ist Teilzeitbeschäftigung oft nicht existenzsichernd – wenn in Deutschland anklagend von Kinderarmut gesprochen wird, dann blenden viele aus, dass Kinderarmut immer Armut der Eltern bedeutet – und das sind besonders oft alleinerziehende Mütter. Zwei Drittel aller Minijobber sind Frauen – und das wirkt sich nicht nur auf die Löhne aus: Jede dritte Frau arbeitet im Niedriglohnsektor – von den Männern tun das nur 12 Prozent. Als Konsequenz ist deshalb auch Altersarmut weiblich - die Zahl derjenigen, die von ihrer Rente – aufgrund eines schlecht bezahlten Jobs oder Teilzeitarbeit – nicht leben können und auf Grundsicherung angewiesen sind, steigt vor allem bei den Frauen. Dieser Ungerechtigkeit will die Koalition in Berlin mit mehreren Gesetzesinitiativen begegnen.“



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