
v.l.n.r. Irene Johns (Vors. Kinderschutzbund), Anke Spoorendonk (SSW Fraktionsvorsitzende), Heide Simonis (Ministerpräsidentin a.D.) Torsten Albig (Oberbürgermeister Kiel), Matthäus Weiß (Landesvorsitzender der Sinti und Roma), H.P. Bartels, Kirsten Bruhn (Leistungsschwimmerin Behindertensport), Ernst-Dieter Rossmann, Gabriele Hiller-Ohm, Uwe Polkhaehn (Vors. DGB Nord), Ralf Stegner, Sönke Rix, Bettina Hagedorn und Franz Thönnes.
Zufrieden blickt die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn auf die 15. Bundesversammlung am 18. März zurück, in der der gemeinsame Kandidat der SPD und Grünen vom 30. Juni 2010, Dr. Joachim Gauck, nun nach knapp zwei Jahren auch endlich die überwiegende Unterstützung der FDP- und der CDU/CSU-Delegierten erhielt.
Hagedorn: „Mit 991 von 1228 gültigen Stimmen wurde Dr. Joachim Gauck zum 11. Bundespräsidenten in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gewählt – rein rechnerisch hätten es allerdings fast 1.100 Ja-Stimmen sein sollen. Die Zahl von 108 Enthaltungen wird allgemein den Delegierten der CDU/CSU zugeschrieben, die mit Kanzlerin Merkel erklärtermaßen eigentlich einen anderen Kandidaten hatten durchsetzen wollen. Wenn man die letzten knapp zwei Jahre einmal versucht auszublenden, dann ist Joachim Gauck an diesem Wochenende sozusagen ‚im vierten Wahlgang‘ zum Bundespräsidenten gewählt worden. Auf den Schultern Joachim Gaucks liegt nun durch die Beschädigung des Amtes der letzten Wochen eine schwere Last – diese Herausforderung wird er allerdings nach meiner festen Überzeugung bravourös meistern. Ihm schlägt eine Welle der Sympathie in der Bevölkerung entgegen – diesen Vertrauensvorschuss hat er mit seiner Glaubwürdigkeit und moralischen Autorität in seinem bisherigen Lebenswerk voll verdient. Er sprach mir aus dem Herzen, als er in seiner Rede begann – es ist ein schöner Sonntag!“
Am Sonntag reiste zur 15. Bundesversammlung auf Einladung der SPD-Schleswig-Holstein eine Delegation an, der nicht nur aktive Bundes- und Landespolitiker angehörten, sondern auch Vertreter verdienter Bevölkerungsgruppen, die die von Dr. Joachim Gauck so sehr geschätzte „Bürgergesellschaft“ repräsentieren. An der Spitze der Delegierten standen selbstverständlich der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner und der SPD-Spitzenkandidat um das Amt des Ministerpräsidenten Torsten Albig. Auch die „Chefin“ der dänischen Minderheit im Landtag - Anke Spoorendonk – nahm an der SPD-Fraktionssitzung vor der Wahl teil, wie auch ihre langjährige politische „Weggefährtin“ als damalige SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis. In klassischer Verbundenheit zu den Gewerkschaften war der DGB-Bezirksvorsitzende Nord, Uwe Polkaehn, ebenso Teil der Delegierten wie der Vorsitzende des Landesverbands der Sinti und Roma, Matthäus Weiß, und als Ersatzdelegierte die „Chefin“ des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein, Irene Johns, sowie die Spitzenfrau der SPD für die Landtagswahl, Serpil Midyatli. Einen besonderen „Medienrummel“ musste die national und international vielfach „dekorierte“ Leistungsschwimmerin Kirsten Bruhn aus Neumünster parieren – sie holte bei den Paralympischen Spielen 2004 in Athen und 2008 in Peking insgesamt 9 Medaillen – davon zweimal Gold. Hagedorn: „Ich bin froh, dass die SPD-Schleswig-Holstein mit Kirsten Bruhn eine so beeindruckend starke Frau als Delegierte für die Bundesversammlung gewinnen konnte. Sie stellte in verschiedenen Schwimmdisziplinen nicht nur 72 Europa- und 61 Weltrekorde auf, sondern ist zusätzlich als DRK-Botschafterin mit ihrer Querschnittslähmung nicht nur für Menschen mit Handycap ein beeindruckendes Beispiel und Vorbild an Lebensfreude und ungebremster Kampfkraft. Wir nutzten den Tag in Berlin, um mit ihr auch über ihre Arbeit als DRK-Botschafterin für die Gleichstellung behinderter Menschen zu sprechen.“

Heide Simonis, Ralf Stegner und Bettina Hagedorn

Frank Thönnes, Anke Spoorendonk und Bettina Hagedorn

Phillip Semechin (Trainer Olympiastützpunkt Berlin), Kirsten Bruhn (Leistungsschwimmerin) und Bettina Hagedorn

Hannelore Kraft und Bettina Hagedorn