In seiner heutigen Sitzung hat der Deutsche Bundestag die Ausbildung- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege verabschiedet. Im Dialog mit den Arbeits- und Sozialministerien der Länder ist ein Konzept entstanden, das dem akuten Fachkräftemangel bei der Altenpflege entgegenwirken soll und über die Bundesagentur für Arbeit ganz gezielt auf Ausbildung, Weiterbildung und Umschulung setzt. Schwarz-Gelb folgt damit endlich der Forderung der SPD: Noch am 27. September 2012 hatte Schwarz-Gelb einen Antrag der SPD-Bundestagsfraktion mit genau diesem Ziel – nämlich die Ausbildung der Alten- und Krankenpflege zu stärken – abgelehnt.
Hagedorns Aufruf an alle Pflegeeinrichtungen: Chance nutzen!
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Dazu Bettina Hagedorn: „Ich appelliere an alle Einrichtungen, die im Bereich Altenpflege ausbilden können, diese Chance zu nutzen. Dem akuten Mangel an Fachkräften kann mit der Ausbildungs- und Quali-fizierungsoffensive ein Stück weit begegnet werden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt potenzielle Bewerber zu informieren und gezielt auf die Möglichkeiten der verkürzten Ausbildung und der Förderung über die gesamte Ausbildungszeit durch die Bundesagentur für Arbeit hinzuweisen.“
Zum Hintergrund: Bereits zwischen dem 1. Februar 2009 und dem 31. Dezember 2010 konnte im Rahmen des Konjunkturpakets II das dritte Ausbildungsjahr bei Umschulungen im Bereich der Altenpflege voll durch die Bundesagentur finanziert werden – nicht nur in Neustadt wurden damals Pflegekräfte dank dieser Maßnahme gefördert. Diese Möglichkeit wird jetzt - befristet auf drei Jahre – ab April wieder geschaffen und birgt besonders für Regionen wie Ostholstein mit seiner hohen Altersstruktur und vielen Pflegeeinrichtungen großes Potential. Das ist eine gute Nachricht für den Gesundheitsstandort Schleswig-Holstein und den Pflegeschwerpunkt Ostholstein!
Hagedorn: „Alle Menschen, die mit dem Gedanken spielen sich zum Altenpfleger ausbilden oder umschulen zu lassen, sollten sich jetzt bei der Bundesagentur für Arbeit oder den Pflegeinrichtungen infor-mieren. Die Chancen auf einen Arbeitsplatz sind nach abgeschlosse-ner Altenpflege ausgesprochen gut. Qualifizierte Mitarbeiterinnen werden bereits jetzt gesucht und der Fachkräftemangel wird sich tendenziell in den nächsten Jahren weiter verstärken.“
Bereits heute arbeiten ca. 37.000 Menschen in Schleswig-Holstein in der Altenpflege - im Jahr 2020 werden schon ca. 48.000 Fachkräfte ge-braucht.



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