Natürlich waren Bettina Hagedorn, der neu gewählte Landtagsabgeordnete Lars Winter und sein legendärer Vorgänger aus Heiligenhafen „Poppi“ als Gäste dabei, als die SPD-Fehmarn bei bester Beteiligung und Stimmung ihre Kandidaten für die Kommunal - und Kreistagswahl 2013 aufstellte. Und natürlich mussten die Gäste aus Kiel und Berlin berichten. Bettina Hagedorn hatte dabei leichtes Spiel: sie brauchte nur die an dem Tag erschienenen Presseberichte über die „Wutrede“ des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer beim Infrastrukturforum des CDU-Wirtschaftsrates in Berlin zitieren, die in auf der Insel zu dem Zeitpunkt noch unbekannt waren – und hatte alle Lacher auf ihrer Seite.
Bildunterschrift: Bettina Hagedorn, MdB, OV Vorsitzender Hans-Peter Thomsen, Spitzenkandidatin Marianne Unger und Lars Winter,MdL
Ramsauer hatte u.a. den Denkmalschutz für die Sundbrücke als „Affenquatsch“ bezeichnet und öffentlich die Ostholsteiner Bürgermeister mit falschen Aussagen als Infrastruktur-Verhinderer an den Pranger gestellt – ganz offensichtlich hatte der Verkehrsminister sich beim CDU-Wirtschaftsrat in Berlin vor hunderten von Gästen so weit weg von Ostholstein gewähnt, dass er in abqualifizierender Art die Kommunalpolitik von der Küste massiv angriff … allerdings stand ein Journalist aus Schleswig-Holstein nicht nur auf der Gästeliste der Veranstaltung, sondern er brachte die skandalträchtigen Zitate auch „brühwarm“ in die Schlagzeilen im hohen Norden: „Was hab ich auf die Bürgermeister eingeredet! Ich hab denen gesagt, nutzt doch die Jahrhundertchance, dass ihr aus Timmendorfer Strand und wie das alles heißt die Bahn rauskriegt.“ Doch diese hätten laut Ramsauer abgelehnt. Dumm nur, dass gerade das Gegenteil stimmt … Ramsauer auf frischer Tat beim Tatsachenverdrehen ertappt!!!
Erst nahmen die Zuhörer die Zitate mit Empörung auf … dann folgte Unverständnis … und schließlich johlendes Gelächter über dieses Eigentor des CSU-Ministers. Und Andreas Herkommer kommentierte schlagfertig, da Ingo Gädechens nach eigenem Bekunden doch „ein und aus gehe“, bei Peter Ramsauer:„Da frage ich mich: Worüber reden die beiden eigentlich, wenn sie sich treffen ?“
Die Wahlen liefen dann schnell, reibungslos und fast alle einstimmig: Marianne Unger führt die Liste als Spitzenkandidatin an, ihr folgen Hans-Peter Thomsen, Gunnar Mehnert, Jörg Weber, Brigitte Brill, Jürgen Fendt, Bernd Remling, Eva Maria Breuker, Helmut Kettler, Marianne Kittler, Andreas Herkommer und Bernd Friedrichs. Für den Kreistag kandidieren Peter Baldus und als „Neuling“ Helmut Kettler, da Waltraut Nieling nicht wieder antritt.
Zwei „Urgesteine“ der Fehmarner SPD treten auf eigenen Wunsch ins 2. Glied zurück: jetzige Fraktionssprecher Joachim Nottebaum und der stellv. Bürgervorsteher Uwe Hardt. Ein dickes „Dankeschön“ für ihr langjähriges, herausragendes Engagement schallte ihnen entgegen..