Eutin, 22.09.09

v.l.n.r.: Sandra Redmann, Swantje Meininghaus, Regina Poersch, Dr. Cornelia Östreich, Annette Schlichter-Schenck, Bettina Hagedorn
Am 22. September 2009 trafen sich in Eutin 22 Sozialdemokratinnen aus dem Kreis Ostholstein, um für mehr Beteiligung von Frauen an politischen Prozessen zu werben. Frauenpolitik ist Zukunftspolitik und jede Frau soll ermuntert werden, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Lebensumstände zu beteiligen. „Wir brauchen dringend mehr Frauen in der Politik“, so Swantje Meininghaus, AsF -Vorsitzende: „Die weibliche Perspektive kommt bei vielen Entscheidungen in den Gemeindevertretungen vor Ort zu kurz.“
Bereits während der Vorstellungsrunde wurde deutlich, wie „hochkarätig“ die AsF Frauen in den eigenen Reihen besetzt sind, jahrzehntelange politische Erfahrung auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene findet sich ebenso, wie verschiedenste Berufe und (fast) jede denkbare ehrenamtliche Tätigkeit. Diese Kompetenz zu einen Netzwerk zu flechten, das haben sich die neuen Vorstandsfrauen vorgenommen: Einstimmig wählte die Runde Swantje Meininghaus zur 1. Vorsitzenden und Annette Schlichter-Schenck zur 2. Vorsitzenden. Die Kasse wird Sigrid Jaeger führen und als Beisitzerinnen werden sie unterstützt von Nadia Götz, Linda Krug, Beate Müller-Behrends und Elfie Welack. Die Neuformierung wurde begleitet von Dr. Cornelia Östreich, der AsF Landesvorsitzenden sowie unseren Landtagsabgeordenten Regina Poersch und Sandra Redmann.

v.l.n.r.: Sigrid Jaeger, Swantje Meininghaus, Nadia Götz, Elfie Welack, Linda Krug, Annette Schlichter-Schenck
Die Genossinnen dankten Roswitha Friedrichsen für ihren langjährigen Vorsitz, den sie aus privaten Gründen nun in jüngere Hände legen möchte.
Wir brauchen ein modernes Familienbild und wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben es: Weg von starren Rollen, hin zu mehr Akzeptanz und Offenheit. Die ökonomische Selbständigkeit ist der Schlüssel zu tatsächlicher Gleichstellung, zu wirklich freien Entscheidungen. Solange qualifizierte Kinderbetreuung nicht sichergestellt ist, solange gleiche Arbeit nicht gleicher Lohn bedeutet und solange Frauen eher von Armut und Gewalt betroffen sind müssen wir am langfristigen Prozess der Gleichstellung arbeiten.
Vor 90 Jahren wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht von der Sozialdemokratie erkämpft. Wir Frauen sollten unsere Stimmen nutzen, um unsere Gesellschaft frauen- und familienfreundlicher zu gestalten und um uns nicht regieren zu lassen, sondern gestaltend mitzuwirken. „Frauen- und Gleichstellungspolitik ist ein echtes Gerechtigkeitsthema“, resümieren die SPD Frauen „Kommt wählen!“.