
Foto: Gerda Petrich
Hoher Besuch kam am 18. September nach Ahrensbök: Von 17 bis 18 Uhr besuchte ich gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Torsten Albig die KZ-Gedenkstätte. Für deren Sanierung hatte ich 2008 eine Bundesförderung in Höhe von 85.000 Euro aus einem einmaligen Bundes-„Sondertopf“ für die Behebung baulicher Mängel bei Baudenkmälern von nationaler Bedeutung erreicht. Über die Ergebnisse der Sanierungsvorhaben haben wir uns ebenso informiert wie über die engagierte Arbeit des Trägervereins.

Foto: Gerda Petrich
Die einzigartige Gedenkstätte in Ahrensbök, in deren Gebäude nicht nur 1933 ein frühes Konzentrationslager untergebracht war, sondern das gleichzeitig ein Ort des KZ-Todesmarsches durch den Kreis Ostholstein 1945 zur Verschiffung in Neustadt war (Cap-Arcona-Katastrophe am 3. Mai 1945), ist seit ihrer Gründung 2001 dank des ehrenamtlichen Engagements des „Vereins zur Förderung der Gedenkstätte Ahrensbök/Gruppe 33“ ein Ort des lebendigen Gedenkens auch für Überlebende und ihre Angehörigen - ein Ort der Reflektion, des aktiven Engagements und - mit den jährlich im Sommer stattfindenden internationalen Jugendlagern - der Aussöhnung für die Jugend. Der Trägerverein unter der tatkräftigen Leitung zunächst von Monika Metzner-Zinßmeister und nun von Dr. Ingaburgh Klatt unterstützt Schulen bei der Projektarbeit und vermittelt Gespräche mit Zeitzeugen, um einen Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen. Es gibt in Schleswig-Holstein keinen authentischeren Ort, an dem an das schlimmste Kapitel der deutschen Geschichte gedacht werden kann.