Schrift kleiner Schrift größer

 

Suchen

 

29.06.2011: Vier Schleswig-Holsteiner bei der SPD-Betriebsrätekonferenz zu Gast in Berlin

Pressemitteilungen

Britta Winko (Westküstenklinikum Heide), Bernd Friedrichs (Scandlines/Fehmarn), Bettina Hagedorn, Inke-Marie Jaschinski (Vorsitzende der AfA Ostholstein) und Matthias Stecher (Westküstenklinikum Heide).

Bereits zum 14. Mal seit 2004 hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn am heutigen Mittwoch Gäste aus Schleswig-Holstein zur traditionellen Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag nach Berlin eingeladen. Passend zum Thema der Konferenz: „Gesundheit zukunftssicher organisieren“ kamen dieses Mal aus ihrem Betreuungswahlkreis Dithmarschen vom Westküstenklinikum in Heide der Betriebsratsvorsitzende Matthias Stecher sowie die stellv. Vorsitzende Britta Winko, die gleichzeitig für den Verbund der Betriebsräte von mittlerweile fast 20 Krankenhäusern mit fast 30.000 Beschäftigten aus dem Norden in öffentlicher Hand und deren Kampagne "Über(das)Leben im Krankenhaus - Gerecht geht anders“ stehen. Auch Inke-Marie Jaschinski, Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) Ostholstein und Mitglied im AfA-Landesvorstand sowie langjährige Betriebsratsvorsitzende der Asklepios-Klinik Bad-Schwartau, war der Einladung Hagedorns gefolgt. Vierter im Bunde war Bernd Friedrichs vom Betriebsrat Scandlines/Fehmarn.

Die mehr als 250 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet kamen für einen Tag nach Berlin, um gemeinsam mit hochrangigen SPD-Vertretern wie dem Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier und der arbeits- und sozialpolitischen Sprecherin Anette Kramme über das Gesundheitssystem zu diskutieren. Bettina Hagedorn freut sich, dass die vier Gäste aus Schleswig-Holstein zu dem für das Land so wichtigen Gesundheitssektor einen spannenden Tag erlebten, der dem Austausch und der Vernetzung mit vielen Kolleginnen und Kollegen bundesweit ebenso wie mit der Politik diente:
„Die hier geknüpften Kontakte sind wertvoll, um ein gemeinsames ‚Sprachrohr‘ zu bilden. Gerade an unserem Gesundheitsstandort Schleswig-Holstein bedeutet die milliardenschwere Umverteilung von Schwarz-Gelb zu Lasten von Gering- und Normalverdienern mit ihren Familien für die Gesundheits- und Pflegeversorgung und für die vielen Arbeitnehmer, die in diesem Bereich meist für zu wenig Geld hochengagiert arbeiten, keine gute Perspektive: Reha-Einrichtungen, Kliniken, Ärzte und Physiotherapeuten fürchten zu Recht gemeinsam mit dem Pflegepersonal bei dieser drohenden Entsolidarisierung im Gesundheitswesen, dass sie mit ihrer Arbeitskraft und ihrem Anspruch auf menschenwürdige Versorgung und Pflege ‘auf der Strecke‘ bleiben. Eine Katastrophe für den Norden bleibt, dass FDP-Minister Rösler die von Ulla Schmidt und Gitta Trauernicht ausgehandelte schrittweise Verbesserung der Fallkostenpauschalen in Schleswig-Holstein zu Gunsten der finanzstarken Länder wie Bayern zurück gedreht hat. “
Nach der Rede „Beschäftigungspotential der Gesundheitswirtschaft“ von Frank-Walter Steinmeier nutzten die Betriebsräte in vielen Wortbeiträgen die Gelegenheit zur lebhaften Debatte mit dem SPD-Fraktionschef. Auch der Beitrag vom gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Prof. Dr. Karl Lauterbach über die „Gesundheitskampagne der SPD“ mündete in einen munteren Frage-Antwort-Teil. Dabei ging es u.a. um Gesundheit am Arbeitsplatz, denn angesichts des wachsenden Fachkräftemangels haben immer mehr Unternehmen großes Interesse daran, ihre Mitarbeiter fit und gesund zu halten. Auch die Beschäftigungspotenziale der Gesundheitswirtschaft waren Thema: schon heute leisten rd. 6 Mio. Arbeitnehmer in Gesundheit und Pflege ‚Dienst am Menschen‘. Der Bedarf wird deutlich steigen – sie alle haben ein Recht auf „gute Arbeit“ und gerechte Bezahlung.
Britta Winko und Matthias Stecher vom Westküstenklinikum resümieren gemeinsam mit Inke-Marie Jaschinski aus Ostholstein ihren Erfahrungsaustausch des heutigen Tages: „Gerade unsere Beschäftigten in den Krankenhäusern im Norden leiden angesichts der hohen Arbeitsdichte und des Drucks, der durch die zu niedrigen Fallkostenpauschalen und die damit ungerechten, wettbewerbsverzerrenden Rahmenbedingungen für die Krankenhausfinanzierung entstehen. Wir brauchen gute und gerechte Arbeitsbedingungen – dafür ist die SPD-Betriebsrätekonferenz genau das richtige Forum.“
Betriebsräte, die Interesse haben, an der kommenden Betriebsrätekonferenz in Berlin teilzunehmen, können sich schon jetzt hierfür im Eutiner Wahlkreisbüro unter der Nummer 04521 – 7 16 11 oder per Email bettina.hagedorn@wk.bundestag.de vormerken lassen.