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Diskussionsveranstaltung “Gute Arbeit + faire Löhne = Armutsfeste Rente!“

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Anton Schaaf, Bettina Hagedorn und Lars Winter bei der 3. Betriebsrätekonferenz in Neustadt

Mit zwei Betriebs- und Personalrätekonferenzen in den vergangenen Jahren hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn gemeinsam mit ihren Bundestagskollegen Franz Thönnes und Klaus Brandner die Grundlage für einen kontinuierlichen Dialog zwischen Betriebs- und Personalräten, Gewerkschaften und SPD-Politikern aus Bund und Land in Ostholstein geschaffen. Am 20.04.12 lud die Politikerin nun gemeinsam mit dem Arbeits- und Sozialexperten Anton Schaaf, MdB, zur dritten Betriebsrätekonferenz nach Neustadt ein.

In ihrer Einführung zeigte Hagedorn auf, dass die Bundesregierung seit 2011 Milliarden bei der Bundesagentur für Arbeit und den JobCentern kürzt. Das so genannte schwarz-gelbe „Sparpaket“ bedeutet alleine für die Arbeitslosen in Schleswig-Holstein einen Kahlschlag von 650 Mio. Euro bis 2015. Nicht nur auf Grund des Fachkräftemangels im Gesundheits- und Pflegebereichs können wir uns es nicht leisten den Menschen keine Perspektive zu geben, so die Bundestagsabgeordnete. Aber auch der besonders niedrige Durchschnittsbruttoverdienst in Ostholstein wird die Altersarmut verstärken, da viele Familien zusätzliche Unterstützungen durch die JobCenter erhalten.
Um Altersarmut bekämpfen zu können fordert Anton Schaaf „Gleiches Geld für gleiche Arbeit vom ersten Tag“ und einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro um den Dumpinglöhnen entgegen zu wirken. Wichtig ist es auch die Arbeitnehmer und die Betriebsräte zu stärken und eine Rentenversicherungspflicht ab dem ersten verdienten Euro einzuführen. Mit diesen Instrumenten kann es in Zukunft „Gute Arbeit + faire Löhne = armutsfeste Renten“ geben, so der rentenpolitischer Sprecher Anton Schaaf.
Der SPD-Kreisvorsitzende Lars Winter forderte, dass Kliniken, die Arbeit in betriebseigene Servicegesellschaften auslagern und Mitarbeiter bei gleicher Arbeit, nur deutlich schlechter weiterbeschäftigen, endlich ein Ende haben muss.
Bei der anschließenden Diskussion wurde besonders der Sittenverfall der Unternehmer von den anwesenden Betriebsräten beklagt.