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Diskussionsveranstaltung „Wird Gesundheit zum Luxus?“ mit Ulla Schmidt

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Am 30. August 2010 war die Bundesministerin für Gesundheit a. D., Ulla Schmidt, auf Einladung Ihrer Bundestagskollegin Bettina Hagedorn zu Gast in Ostholstein. Bevor beide am Abend mit 100 Gästen in Oldenburg zum Thema „Wird Gesundheit zum Luxus? Wird Krankheit Privatsache?“ diskutierten, besuchten sie gemeinsam die Lebenshilfe Ostholstein in Bad Schwartau und sprachen mit Vertretern von Kureinrichtungen und Bürgermeistern aus ganz Schleswig-Holstein zum Thema Mutter/Vater-Kind-Kuren in Bad Malente.

Die Exministerin sah bei ihrem Vortrag am Abend im Oldenburger Schützenhof das Herzstück des Sozialstaates, nämlich die solidarische Krankenversicherung, bedroht. Denn nur dieses Prinzip kann einer alternden Gesellschaft und chronisch Kranken die gleiche Leistung bieten. Da ca. 10% der Versicherten 90 % der Kosten verursachen, muss eine solide Finanzierung mit allen Einkommen geschaffen werden. Schmidt kritisierte die dauerhafte Festschreibung der Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung. Dies würde dazu führen, dass Kostensteigerungen durch Zusatzbeiträge finanziert werden müssen. Somit wird das Solidarprinzip ausgehebelt und die Krankenversicherung zur Risikoversicherung umgebaut. Nach dem Vortrag von Ulla Schmidt kamen in vielen Wortbeiträgen Ärzte, Krankenkassen, Patienten und Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu Wort. Bettina Hagedorn betonte in ihrem Schlusswort, dass das deutsche Gesundheitssystem unterm Strich hervorragend sei und deshalb sei es wichtig, sich für den Erhalt einzusetzen.