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Runder Tisch zum Thema „Mutter/Vater-Kind-Kuren“

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In Schleswig-Holstein und besonders in Ostholstein haben Kureinrichtungen einen besonderen Stellenwert. Sie bieten unter anderem Müttern und Vätern die Möglichkeit, sich vom Alltag zu erholen, sich wiederzufinden und ihre Akkus wieder aufzuladen. Bundesgesundheitsministerin a.D. Ulla Schmidt (MdB) tauschte sich mit Bettina Hagedorn (MdB) und vierzig Bürgermeistern und Vertretern von Kureinrichtungen aus dem ganzen Land aus.

Erfahrungsberichte wurden gegeben, die den Schluss zulassen, dass die Krankenkassen bewusst und wissentlich die gesetzlichen Ansprüche von Müttern und Vätern unterlaufen und ihnen die Möglichkeit der dringend notwendigen Kuren verweigern.
Der Rechtsanspruch wurde 2007 von der SPD in der großen Koalition gefordert und in ein Gesetz gegossen. Die zunächst guten Erfahrungen haben leider keine Fortsetzung gefunden. Unter Angabe von fadenscheinigen Gründen werden beantragte Kuren von den Krankenkassen abgelehnt. Die Ablehnungen steigen seit 2009 immens an. Die Mütter und Väter, die eigentlich Unterstützung bräuchten, haben oft keine Kraft mehr sich gegen die Ablehnungen zu wehren, obwohl im Falle des Widerspruchs die meisten Kuren anschließend bewilligt werden.
Weiterhin ist der wirtschaftliche Faktor für die Region nicht zu unterschätzen. So findet in Ostholstein ein merklicher Strukturwandel statt. Immer mehr Menschen finden in den Einrichtungen Arbeit. Aufgrund der rechtswidrigen Ablehnungspraxis der Krankenkassen gehen die Belegzahlen weiter zurück und erste Einrichtungen stehen vor der Insolvenz.
Sowohl auf Bundes- wie auf Landesebene wird die SPD sich gegen diese Praxis wehren und den Müttern und Vätern zu ihrem Recht verhelfen.