Hagedorn: „Im Juni hatte ich bereits angekündigt, mich dafür einzusetzen, die Sanierung des derzeit noch baufälligen und gesperrten Elisabethturms 2016 aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes zu fördern. Damals hatte der Haushaltsausschuss gerade beschlossen, die Petrikirche in Landkirchen auf Fehmarn mit 200.000 Euro zu unterstützen – bereits das sechste Mal, dass ich erhebliche Denkmalschutz-Mittel für Ostholstein einwerben konnte. Voraussichtlich wird der Haushaltsausschuss im Herbst das dann sechste Denkmalschutz-Sonderprogramm aufstellen: Wie in jedem Jahr ist ein solches Programm nicht im Haushaltsentwurf der Regierung enthalten, sondern wird erst von uns Haushältern in den parlamentarischen Beratungen aufgelegt. Anschließend kann ein Förderantrag eingereicht werden, damit der Haushaltsausschuss im Frühjahr 2016 die Förderung für den Elisabethturm bewilligen kann!
Insgesamt wird die denkmalschutzgerechte Sanierung des 1863 errichteten Turms etwa 300.000 Euro kosten, von denen bis zu 50 Prozent aus dem Sonderprogramm abgedeckt werden könnten. Etwa sechs Monate werden die Sanierungsarbeiten dauern, bis der Elisabethturm wieder in altem Glanz erstrahlen kann: Unter anderem ist geplant, die Außenfassade so zu reinigen, dass die ursprünglich rosafarbene Oberfläche wieder zu erkennen ist. Auch über eine Wiederherstellung der farbigen Glasfenster wird nachgedacht. Zunächst ist es aber wichtig, dass die schon jetzt enormen Schäden, die unter anderem durch Feuchtigkeit und Frost verursacht wurden, nicht noch schlimmer werden. Deshalb ist es auch gut, dass die Sparkassen-Stiftung Holstein und die Denkmalschutzbehörden einen vorläufigen Beginn der Maßnahmen prüfen, um eine weitere Verschlechterung des Zustands bis zur Bewilligung der Bundesförderung zu verhindern.“
Schon Ende der 90er Jahre hatte sich Hagedorn als Bürgermeisterin von Kasseedorf und Amtsvorsteherin von Schönwalde für eine Wiederbelebung des damals desolaten Bungsberggeländes eingesetzt — das Areal um den mit 168 Metern höchster Punkt Schleswig-Holsteins war damals ein Schandfleck und Ärgernis für Einheimische und Touristen. Hagedorn: „Ich bin froh, dass sich der Bungsberg dank des Engagements der Sparkassenstiftung, gefördert mit erheblichen öffentlichen Mitteln, nach jahrzehntelanger Bemühung zum touristischen Highlight entwickelt hat. Durch das Projekt ‚Erlebnis Bungsberg‘ können Kinder spielerisch ihre Umwelt kennenlernen – das ist ein attraktives Ausflugsziel für Touristen und Einheimische, besonders für junge Familien!
Mittlerweile ist der einzige Minuspunkt, auch aus Sicht aller Besucher, der Zustand des Elisabethturms. Ergänzend zu den vorhandenen Attraktionen soll seine Sanierung ein weiteres historisch und architektonisch attraktives Highlight schaffen, von dem Touristen und Einheimische obendrein einen traumhaften Blick über Ostholstein genießen können.“
Als Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags konnte Bettina Hagedorn dort seit 2008 bereits für insgesamt sechs Projekte in Ostholstein über 1,7 Mio. Euro Bundesfördermittel sicherstellen. Nach der KZ-Gedenkstätte Ahrensbök 2008 und der Ratekauer Feldsteinkirche 2009 profitierten 2013 das Eutiner Schloss, 2014 das Oldenburger Wallmuseum und 2015 der Glockenturm auf Fehmarn von den Beschlüssen des Haushaltsausschusses.