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Gespräch mit dem agrarpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Wilhelm Priesmeier, beim Kreisbauernverband in Lensahn

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Bereits am 11. April diesen Jahres diskutierte Bettina Hagedorn mit ihren drei SPD-Landtagskollegen Sandra Redmann, Regina Poersch und Lars Winter beim Kreisbauernverband – und ihr damaliges Angebot, den agrarpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Wilhelm Priesmeier, zum Gespräch nach Ostholstein einzuladen, traf auf breite Zustimmung. Gesagt – getan: Jetzt wurde das Versprechen eingelöst.

Gemeinsam mit MdB Wilhelm Priesmeier und den SPD-Landtagsabgeordneten Lars Winter und Kirstin Eickhoff-Weber (Sprecherin für Agrarpolitik der SPD-Landtagsfraktion) kam Bettina Hagedorn zum Gespräch nach Lensahn in die Kreisgeschäftsstelle des Bauernverbandes, wo der Vorsitzende Heinrich Kröger, sein Geschäftsführer Holger Schädlich sowie seine Vorstandskollegen Karsten Kratmann, Lutz Schlünzen und Klaus-Dieter Blanck die Abgeordneten erwarteten. Die vereinbarte Zeit verging wie im Fluge und deshalb wurde bereits ein neues Gespräch für das Frühjahr 2013 fest verabredet!

Haupt-Thema war der „Landfraß“ - gewaltige Flächenansprüche drohen durch die Mega-Planungen der Hinterlandanbindung, für die 380 KV-Trasse sowie die Verdoppelung der Onshore-Windkraftanlagen Ostholsteins Kulturlandschaft zu zerschneiden. Diese Eingriffe – aber auch der Flächenausgleich dafür – treibt den aktiven Landwirten die Sorgenfalten auf die Stirn: bereits jetzt explodieren die Kauf- und Pachtpreise für landwirtschaftlichen Boden! Wie wird sich diese Entwicklung auf die Arbeit der Landwirte auswirken? Wie kann ein fairer Modus für den Ausgleich gefunden werden? Wie können überlebensfähige landwirtschaftliche Strukturen erhalten werden? Wie können Familienbetriebe zukunftsfähig bleiben? All dies sind Herausforderungen für die Zukunft des ländlichen Raumes insgesamt, worauf die Landwirte und die Politik gemeinsam Antworten finden müssen. Besonders spannend: ein Fond-Modell der Landwirtschaft, das zur Zeit im Dialog mit vielen Gesprächspartnern auf Realisierbarkeit abgeklopft wird … WIR fanden es spannend!

Unter den Nägeln brannte den Landwirten vor allem auch die Themen Biokraftstoffe, die anstehenden Novellen der Anlagenverordnung sowie des Baurechts im Rahmen der intensiven Tierhaltung. Der für den Kreisbauernverband interessante § 35 des BauGB soll nach dem Willen der Bundesregierung dahingehend geändert werden, dass Kommunen erweiterte Planungs- und Steuerungsmöglichkeiten beim Baugenehmigungsverfahren insbesondere bei Ställen von bestimmter Größenordnung bekommen. Diskussionsstoff für die Landtagsabgeordneten bot die Düngeverordnung – Sorge bereitet den Landwirten dabei, wie sie ihren freiwilligen Selbstverpflichtungen nachkommen können - die Nitratbelastung in den Gewässern muss bis 2015 reduziert werden, um den Anforderungen der EG-Wasserrahmenrichtlinie zu entsprechen. Fazit: ein gutes Gespräch, das bald fortgesetzt wird!