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Ihre steuerlich wirksamen Einnahmen und Ausgaben sahen laut Steuerbescheid 2015 wie folgt aus: Sie erhielt im Jahr 108.685,44 Euro Diät – Diäten werden grundsätzlich brutto ausgezahlt. Darauf hat sie 32.659,63 Euro Einkommenssteuern und Solidaritätszuschlag gezahlt und 8.513,75 Euro Bei-träge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung entrichtet – wovon allerdings 4.046,64 Euro vom Bundestag zugezahlt wurden, sodass nur 4.467,11 Euro für sie effektiv verblieben. Berücksichtigt man diese Abzüge, dann verblieben 71.558,70 Euro oder 5.963.23 Euro netto monatlich. Allerdings haben SPD-Abgeordnete weitere finanzielle Verpflichtungen, insbesondere zur Unterstützung der Partei. Verschiedene SPD-Gliederungen erhielten von Bettina Hagedorn 2015 Beiträge und Spenden in Höhe von 11.821,64 Euro, von denen natürlich nur 1.650 Euro steuerlich absetzbar waren. Hagedorn: „In der SPD ist es üblich, dass Abgeordnete jedes Jahr – insbesondere zur Finanzierung des nächsten Wahlkampfes – monatlich größere Summen an SPD-Gliederungen spenden, woraus quasi ‚Rücklagen‘ gebildet werden. So machen wir uns als Partei im Wahlkampf von privaten Spendern gerade aus der Wirtschaft unabhängig.“ Darüber hinaus hat die Abgeordnete 2015 1.105 Euro an gemeinnützige Vereine und Organisationen gespendet. Sie unterstützt allein mehr als 20 Vereine und Verbände in der Region durch ihre Mitgliedschaft. Berücksichtigt man auch diese Ausgaben, dann blieben 2015 58.632,06 Euro verfügbar oder effektiv 4.886,01 Euro monatlich. Bezahlte Nebentätigkeiten hat Hagedorn nicht: „Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Berlin und im Wahlkreis zu vertreten ist mehr als ein Fulltime-Job, der bei gewissenhafter Arbeit gar keinen Raum für Nebenjobs lässt.“
Hintergrund: Den „Abgeordneten-Kodex“ – 2013 von den Abgeordneten Marco Bülow (SPD) und Gerhard Schick (Grüne) initiiert – haben bislang 26 Abgeordnete der SPD, 17 der Linken und 2 der Grünen unterzeichnet. Aus Schleswig-Holstein sind neben Bettina Hagedorn die drei Sozialdemokraten Gabriele Hiller-Ohm, Dr. Nina Scheer und Sönke Rix dabei.