Ohne die Einwerbung von erheblichen Mitteln aus dem Bundeshaushalt wird dieses zukunftsgerichtete Konzept nicht finanziert werden können. Schloss Gottorf hat nicht nur eine anerkannte nationale Bedeutung sondern ist auch von erheblichem Wert für die deutsch-dänische und deutsch-russische Geschichte und die Historie der Beziehungen mit Zaren und Königshäusern in Skandinavien – deshalb spielt Schloss Gottorf auch in der Geschichte des gesamten Ostseeraums eine herausragende Rolle.
Wir haben uns drei Stunden Zeit genommen, um mit dem leitenden Direktor Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim und Guido Wendt, dem kaufmännischen Geschäftsführer im Vorstand der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf das Konzept und die Pläne eingehend zu beraten. Die Stiftung hat bereits einen Vorschlag erarbeitet, das barocke Schloss bis 2028 nach Vollendung des Erweiterungsbaus als Teil eines Masterplans technisch und museumspädagogisch zu modernisieren – wobei unter anderem Architektenwettbewerbe und ein erfolgreicher Partizipationsprozess innerhalb der Verantwortlichen für die schleswig-holsteinischen Museen eine Rolle gespielt haben. Die Präsentation der Stiftung über ihre Zukunftspläne war sehr überzeugend, weswegen ich mich mit meinem CDU-Kollegen im Haushaltsausschuss Norbert Brackmann darum bemühen werde, eine bis zu 50prozentige Förderung des Projekts im Bundeshaushalt zu ermöglichen.