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Hagedorn: Schleswig-Holstein erringt zweiten Platz beim Ecopolicyade-Bundesentscheid in Berlin

Pressemitteilungen

Bettina Hagedorn gemeinsam mit den schleswig-holsteinischen Teilnehmern Broder Ernst, Jonas Hamann und Fabian Petersen von der Klaus-Harms-Schule Kappeln sowie ihrem derzeitigen Praktikanten René Portier aus Eutin beim Bundesentscheid der Ecopolicyade am 2. Juli 2010 in Berlin
 

Der zweite Bundesentscheid der "Ecopolicyade" am heutigen Freitag im Berliner Bundestag war wieder ein großer Erfolg. 15 Schülerteams aus allen Bundesländern Deutschlands traten gegeneinander an, um sich beim Computer-Simulationsspiel "Ecopolicy" im Regieren fiktiver Staaten miteinander zu messen. Gewonnen hat erneut das Team aus Nordrhein-Westfalen, Platz 2 belegte – wie bereits im vergangenen Jahr - das Team der Klaus-Harms-Gesamtschule aus Kappeln in Schleswig-Holstein. Den dritten Platz errangen die Schüler aus Hamburg. Die drei Siegerteams können sich nun auf eine Reise in die Schweiz, gesponsert vom Ecopolicyade-Partner Malik-Management, freuen. Auch Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein, freut sich über dieses Ergebnis: "Die 'Ecopolicyade', die in den Schulen Schleswig-Holsteins bereits seit 2004 ein großer Erfolg ist, ist zum bundesweiten 'Exportschlager' geworden. Die enorme Resonanz – etwa 100.000 Schüler haben sich in diesem Jahr bundesweit beteiligt – zeigt, dass sich junge Menschen spielerisch dazu motivieren lassen, sich mit sonst schwer zugänglichen und komplexen Sachverhalten im Bereich Politik, Wirtschaft und Umwelt zu beschäftigen. Erfolgreich bei dem Spiel kann nur sein, wer sein ‚vernetztes Denken‘ geschult hat und im Team die komplexen Wechselwirkungen durchschaut und erfolgreich Schwerpunkte setzt. Insofern ist der Weg das eigentliche Ziel, und ALLE teilnehmenden Schülerteams haben gewonnen – nicht nur die Sieger."

Bettina Hagedorn zusammen mit ihrer Kollegin, der Haushaltsausschussvorsitzenden Petra Merkel, und allen Teilnehmern des Bundesentscheids der Ecopolicyade in den Räumen des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Deutschen Bundestag am 2. Juli 2010 in Berlin
 

Bereits in den vergangenen Monaten fanden mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung in allen Bundesländern Schülerausscheide statt, die Landesbesten wurden nun zum Bundesentscheid nach Berlin eingeladen. Unterstützt von namhaften Sponsoren traten die Schülergruppen aus jeweils zwei bis drei Spielern im Beisein von Bettina Hagedorn und ihrer Kollegin, der Haushaltsausschussvorsitzenden Petra Merkel, sowie namhaften Wirtschaftsvertreter an.

Bettina Hagedorn, die als Mitglied im Haushaltsausschuss zwischen 2005 und 2009 auch für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zuständig war, hatte sich bereits in den Verhandlungen zum Haushalt 2008 erfolgreich für eine Erhöhung der Mittel für die bpb um 200.000 Euro - zweckgebunden für die Ecopolicyade – eingesetzt, womit dieses in Schleswig-Holstein seit vielen Jahren erfolgreiche Projekt auch bundesweit eingeführt werden konnte.

Daraufhin gründeten sich überall zahlreiche Schülerteams, die seitdem nicht nur auf Landesebene gegen andere Schulen antraten, sondern nun bereits zum zweiten Mal auch die Chance wahrnehmen konnten, am Bundesausscheid teilzunehmen und in Berlin die besten Lösungen für diese komplexe Simulation zu präsentieren. Bettina Hagedorn, die am Freitag auch selbst ein Grußwort an die Schüler richtete: "Diese Aussicht war ein enormer Ansporn für alle Teilnehmer. Im Januar 2005 waren schon einmal Schüler der Hauptschule Malente aus Schleswig-Holstein zu Gast im Deutschen Bundestag, wo sie unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse gegen zwölf Bundestagsabgeordnete antraten. Die Veranstaltung traf damals auf ein enormes Medienecho und hat auch in anderen Bundesländern das Interesse bei Schülern wie bei Lehrern geweckt. Ich bin nun sehr froh verkünden zu können, dass der Erfolg der Ecopolicyade mittlerweile selbst über Deutschlands Grenzen hinweg bekannt geworden ist: In Österreich hat bereits Ende 2009 die erste Schule das Spiel eingeführt, in den Niederlanden startet in 2010 ein Pilotprojekt."

Zum Hintergrund: Seit 2004 gibt es das Projekt „Ecopolicyade“ in Schleswig-Holstein - gestartet wurde es von den engagierten Hauptschullehrern Hans-Werner Hansen und Wilfried John aus Bad Malente. Seitdem finden jährlich landesweit Wettbewerbe an fast allen Schulen von der Hauptschule bis zum Gymnasium statt, die nach Regionalentscheiden mit einem Abschlusswettbewerb im Kieler Landtag in Gegenwart von Politikern und Medien „gekrönt“ werden. Grundlage ist das Simulationsspiel „Ecopolicy“, bei dem die Schüler in verschiedenen Teams ein Industrie-, Schwellen oder Entwicklungsland so steuern und regieren müssen, dass alle relevanten Bereiche - Politik, Wirtschaft, Umweltbelastung, Lebensqualität, usw. – im Gleichgewicht gehalten werden. Die Schülerinnen und Schüler begreifen durch das PC-Spiel fast spielerisch, wie Ökologie und Ökonomie in Wechselwirkung stehen und kurzsichtige politische Fehlsteuerungen gravierende soziale Folgen für Gesellschaft und Staat verursachen können – ein Szenario, dass angesichts von Klimawandel, explodierenden Sprit-, Heiz- und Stromkosten sowie Sturm- und Hochwasserkatastrophen erkennbar nah an der weltweiten Realität ist. Die „Ecopolicyade – Wettbewerb vernetztes Denken“ fand 2008/09 zum ersten Mal bundesweit an Schulen verschiedener Schularten – Berufliche Schulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Hauptschulen, Realschulen und Gemeinschafts- oder Regionalschulen – statt.

Im September 2010 startet an den Schulen Schleswig-Holsteins die „neue Runde“ für den sich anschließenden Bundeswettbewerb 2010/2011. Hagedorn: "Dafür hoffe ich erneut auf viele Teilnehmer – auch und gerade aus den Schulen Ostholsteins/Nordstormarns. Ich würde mich sehr freuen, auch im nächsten Jahr wieder ein engagiertes Schülerteam zum Endausscheid hier in Berlin begrüßen zu dürfen!" Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich an das Ecopolicyade-Büro wenden, Telefon: 04383 98-05, info@ecopolicyade.info.

Bettina Hagedorn neben den schleswig-holsteinischen Teilnehmern