Den Beschluss des Bundeskabinetts (16.01.2013) zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege begrüßt die SPD-Bundestagsabordnete Bettina Hagedorn aus Ostholstein ganz ausdrück-lich – schließlich folgt Schwarz-Gelb damit einer Forderung und Initiative der SPD. Im Dialog mit den Arbeits- und Sozialministerien der Länder ist ein Konzept entstanden, das dem akuten Fachkräftemangel bei der Altenpflege entgegenwirken soll und über die Bundesagentur für Arbeit ganz gezielt auf Ausbildung, Weiterbildung und Umschulung setzt.
Hagedorns: Die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege beginnt voraussichtlich Anfang März
Pressemitteilungen
Dazu Hagedorn: „Ich freue mich, dass Frau von der Leyen lernfähig ist. Gut, dass sie jetzt endlich – besser spät als gar nicht – das fortsetzen will, was Olaf Scholz als damaliger Bundesminister für Arbeit und Soziales in der Großen Koalition ab 2009 einführte: die Förderung des dritten Ausbildungsjahrs in der beruflichen Weiterbildung in der Alten- und Krankenpflege durch die Bundesagentur für Arbeit! Einen Antrag der SPD-Bundestagsfraktion vom Juni 2012 mit genau diesem Ziel – nämlich die Ausbildung der Alten- und Krankenpflege zu stärken – hatte Schwarz-Gelb leider noch am 27. September 2012 abgelehnt. Jetzt also die so wichtige Kehrtwende: die Bundesländer stimmen einer Fristverkürzung im Bundesrat zu und so kann die gesetzliche Grundlage für die Qualifizierungsoffensive in der Pflege schon Anfang März in Kraft treten. Das ist eine gute Nachricht für den Gesundheitsstandort Schleswig-Holstein und den Pflegeschwerpunkt Ostholstein!“
Zum Hintergrund: Bereits zwischen dem 1. Februar 2009 und dem 31. Dezember 2010 konnte im Rahmen des Konjunkturpakets II das dritte Ausbildungsjahr bei Umschulungen im Bereich der Altenpflege voll durch die Bundesagentur finanziert werden – nicht nur in Neustadt wurden damals Pflegekräfte Dank dieser Maßnahme gefördert qualifiziert. Diese Möglichkeit wird jetzt - befristet auf drei Jahre – ab März wieder geschaffen und birgt besonders für Regionen wie Ostholstein mit einer hohen Altersstruktur und vielen Pflegeeinrichtungen großes Potential.
Dazu Hagedorn: „Gerade in unserer Region ist das Thema einer men-schenwürdigen Pflege in unserer älter werdenden Gesellschaft in aller Munde – wie nicht nur die große Resonanz auf die gemeinsame Veranstaltung von Franz Müntefering und mir am 30.11.2012 in Bad Schwartau mit dem Titel „Den demografischen Wandel gestalten!“ gezeigt hat. Zum Thema ‚gute Pflege‘ gehört stets das Thema der Aus- und Weiterbildung, die notwendige Qualifizierung von Fachkräften sowie die Verbesserung von deren Bezahlung als Voraussetzung für eine höhere Motivation, sich in Pflegeberufen zu engagieren.“ Heute arbeiten ca. 37.000 Menschen in Schleswig-Holstein in der Alten-pflege - im Jahr 2020 werden schon ca. 48.000 Fachkräfte gebraucht. Woher sollen diese künftigen MitarbeiterInnen kommen?
Hagedorn: „Ich bin froh, dass auch die Landesregierung in Kiel mit Torsten Albig 400 weitere Plätze in Altenpflegeschulen zur Verfügung stellt, in denen jungen Leute die Ausbildung in der Altenpflege kostenfrei ermöglicht wird. Das Thema Pflege werde ich auch 2013 zu einem meiner politischen Schwerpunkte machen – nach dem ersten „Runden Tisch zur Pflege“ mit Sozialministerin Kristin Alheit am 7. Januar in der Mühlenberg-Klinik in Bad Malente hat sie eine Folge-veranstaltung im Frühjahr im Eutiner Elisabeth-Krankenhaus bereits zugesagt.“



.png)

