
Aktiv gegen Atomkraft: Sigmar Gabriel, Ralf Stegner, Brigitte Fronzeck, Bürgermeisterin von Elmshorn und Bettina Hagedorn (v.l.)
Am Samstag bildeten 120.000 Menschen unter dem Motto "KETTENreAKTION: Atomkraft abschalten!" eine große Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel in Schleswig-Holstein: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten ein deutliches Zeichen gegen Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken. Es war der bisher größte Protest gegen Atomkraftwerke in der Geschichte Deutschlands. Auch die Bundestagsabgeordnete und stellv. Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein Bettina Hagedorn hatte sich mit tausenden weiteren Sozialdemokraten bei der Aktion eingereiht. Weitere Kettenglieder waren der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel, SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, der schleswig-holsteinische SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner sowie der hamburger SPD-Landesvorsitzende Olaf Scholz.

Neben Brigitte Fronzeck hat auch der Sprecher der schleswig-holsteinischen Landesgruppe, Ernst-Dieter Rossmann, MdB die Aktion unterstützt.
Aus dem ganzen Bundesgebiet waren Teilnehmer mit zahlreichen Bussen nach Schleswig-Holstein und Hamburg gekommen, um gegen Atomkraft zu demonstrieren. Auch aus Ostholstein hatte sich ein Bus mit Teilnehmern auf den Weg in den Süden des Landes gemacht. In der Mitte der ca. 120 km langen Menschenkette, in Hamburg, standen die Demonstranten zum Teil sogar in Vierer-Reihen.

Für den Atomausstieg setzen sich neben Bettina Hagedorn, auch die Landtagskandidatin von Nordstormarn 2009, Susanne Danhier, die Landtagsabgeordnete Regina Poersch und die SPD-Bürgermeisterin von Uetersen, Andrea Hansen ein.
Zu den Botschaften der friedlichen Demonstration gehörte die Klarstellung, dass Atomkraft auf einer Hochrisiko-Technologie beruht, die nichts mit Gemeinwohl zu tun hat, sondern weitestgehend den Interessen der vier großen Atomkonzerne dient. Insbesondere vor dem immer noch nicht geklärten Problem der Endlagerung hochradioaktiven Atommülls ist und bleibt Atomkraft ein Sicherheitsrisiko für die Menschen und unser Land. Gerade zwei Tage vor dem Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl hat diese 120 Kilometer lange Kette Schwarz-Gelb die Ablehnung ihrer Atompläne durch die große Mehrheit der Bevölkerung deutlich gemacht.

Unterstützt wurden wir u.a. auch von der Ostholsteinischen SPD, die mit einem extra gecharterten Bus die Reise an den Einsatzort in Uetersen antrat.
Auch an anderen Stellen in Deutschland, wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen wurde gegen Kernkraft demonstriert. Rund 20.000 Menschen kamen dort am Samstag zu Aktionen gegen Atomkraft am Zwischenlager Ahaus, an der Urananreicherungsanlage in Gronau sowie im hessischen Biblis zusammen.
Zu der Aktion aufgerufen hatte ein breites Bündnis von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Gewerkschaften und Parteien gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung. Auch die SPD hatte mobilisiert und verstärkte mit Tausenden Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die Kette.







