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Sommerferienregelung von 90 Tagen scheiterte bislang an Bayern und Baden-Württemberg!

Pressemitteilungen

Einig ist sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn mit ihrem CDU-Bundestagskollegen in Ostholstein in der Forderung nach einem bundesweiten Sommerferienkorridor von mindestens 90 Tagen und darin, dass das Thema insbesondere für die Tourismuswirtschaft im Norden von enormer Bedeutung ist - "in die Irre" führt Ingo Gädechens ihrer Meinung nach allerdings, wenn er öffentlich den aktuellen Präsidenten der Kultusministerkonferenz Stephan Dorgerloh (SPD) offenbar vor allem aus parteitaktischen Motiven als Buhmann "an den Pranger stellt":

Hagedorn: „Die Forderung meines Kollegen Ingo Gädechens, den Sommerferienkorridor auf 90 Tage auszuweiten, ist nicht neu – bereits vor 10 (!) Jahren habe ich im Bundestag zum gleichen Thema engagiert geredet (die Rede kann man noch heute auf www.bettina-hagedorn.de nachlesen) und unterstütze natürlich seitdem jedes Bemühen, einen 90-tägigen Sommerferien-Korridor durchzusetzen. Dabei ist aber leider Fakt: Gescheitert sind seit 15 Jahren alle Bemühungen Schleswig-Holsteins stets an dem Veto der südlichen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und teilweise auch Nordrhein-Westfalens. 2003 machten Ministerpräsidentin Heide Simonis und der damalige SPD-Wirtschaftsminister Bernd Rohwer dieses Thema zur ‚Chefsache‘ und entwickelten ein Konzept von immerhin durchschnittlich 87,8 Tagen Sommerferien, das die Wirtschaftsministerkonferenz im Mai 2003 auf ihre Initiative einstimmig beschloss. Leider votierten in der folgenden Ministerpräsidentenrunde bis auf Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf Druck der Südländer ALLE dagegen. Die damals in Kraft gesetzte Sommerferienregelung, die bis 2010 galt, war aber immer noch weniger katastrophal als die, die aktuell einen Ferienkorridor von nur 71 Tagen für 2014/2015 vorsieht und im Juni 2008 beschlossen wurde. 2008 hatte übrigens nicht nur Schleswig-Holstein einen CDU-Ministerpräsidenten, sondern auch Baden-Württemberg und NRW - mit Unions-Geschlossenheit hätte damals diese 71-Tage-Regel verhindert werden können. So viel Wahrheit muss sein!"
Bettina Hagedorn ist beim Werben für eine 90-Tage- Sommerferienregelung neben den unbestrittenen Vorteilen für Arbeitsplätze und Wertschöpfung der Tourismuswirtschaft vor allem aber die Entzerrung der Ferienzeiten mit Blick auf weniger Verkehrschaos und die dann zunehmenden Chancen für Familien mit Kindern wichtig, um bezahlbare Unterkünfte durch bessere Auslastung zu erhalten: „Dass im Juni und Juli die Strandkörbe bei uns oft leer bleiben und erst, wenn über 40 Mio. Menschen aus NRW, Bayern und Baden-Württemberg zeitgleich anreisen, unsere Vermieter die Betten dreifach vermieten könnten, stellt gerade Familien mit Kindern und schmalem Budget vor Probleme, wenn sie denn endlich den Verkehrsstau hinter sich haben, der ebenfalls mit einer entzerrten Ferienzeitregelung erheblich kürzer würde... Dann heißt es nämlich allerorten 'Belegt'!"