mit Lars Winter, Ralf Stegner und Ulrike Rodust auf dem Bundesparteitag
Auf dem außerordentlichen Bundesparteitag am 26. Januar wurden in Berlin Ralf Stegner als neuer Parteivize, Yasmin Fahimi als neue Generalsekretärin, Dietmar Nietan als neuer Schatzmeister und Martin Schulz als Spitzenkandidat für die Europawahl gewählt.
Ralf Stegner – ein Partei-Vize mit Ecken und Kanten!
Als Ralf Stegners stellvertretende Landesvorsitzende bin ich froh und auch ein Stück weit stolz darauf, dass der kleine Landesverband Schleswig-Holstein ab 2014 nicht nur in der Bundestagsfraktion der SPD, sondern nun auch im Parteivorstand sehr gut vertreten ist. Zu seiner erfolgreichen Wahl sagte er: „Ich werde versuchen, mich in diesem Amt für ein klares SPD-Profil zu engagieren – wie im roten Norden: Links, dickschädelig und frei.“ Mit knapp 80 Prozent hat Ralf Stegner ein gutes Ergebnis eingefahren, denn er ist wie er selbst sagt, mit eckigen Positionen angetreten und sei kein Freund der diplomatischen Sprache. Dazu gehört für ihn, dass er die Interessen des Nordens auch bei strittigen Themen wie der Energiewende offensiv vertreten wird. Stegner will besonders das Gerechtigkeitsprofil der SPD schärfen - dafür ist ganz klar die beste Besetzung!
Ulrike Rodust für Schleswig-Holstein in Europa
Ich freue mich auch sehr, dass die Schleswig-Holsteinerin Ulrike Rodust - mit der ich bereits so viele Veranstaltungen zusammen gemacht habe - mit Listenplatz zwölf sehr gute Aussichten hat, wieder ins EU-Parlament einzuziehen.
Yasmin Fahimi wird neue SPD-Generalsekretärin
„Ich werde gern danach beurteilt, was ich gemacht habe und wofür ich eintrete“, sagte Yasmin Fahimi am Rande des außerordentlichen Bundesparteitages. Am Sonntag wurde die Gewerkschafterin mit sehr guten 88,5 Prozent zur Nachfolgerin von Andrea Nahles, die als Arbeits- und Sozialministerin in die Bundesregierung gewechselt war, gewählt. In einer authentischen und symphatischen Rede legte Fahimi den Delegierten ihre Hauptziele als neue Generalsekretärin dar: Sie will die SPD mit einem konstruktiven und vorurteilsfreien Stil „nach innen stark“ machen, dabei aber politisch streitbar bleiben. So will sie das Profil der SPD gegenüber dem Koalitionspartner schärfen und die Unterschiede zwischen den Parteien deutlich machen. Die Große Koalition sieht sie als „Vernunftehe mit zeitlicher Befristung“. Ein wichtiges Anliegen ist ihr, die Erfolge der SPD in der Regierungsarbeit auch öffentlich zu kommunizieren, damit es nicht wieder der Koalitionspartner ist, der die Lorbeeren für SPD-Erfolge einstreicht.
Dietmar Nietan folgt mit 84,3 Prozent als neuer Schatzmeister auf Barbara Hendricks, die in der Großen Koalition das Umweltministerium übernimmt.
Martin Schulz: „Ich will ein Europa, dass im Jahr 2014 nicht die Fehler von 1914 wiederholt."
Martin Schulz wurde mit überwältigenden 97,3 Prozent erneut zum Spitzenkandidaten für die Europawahl am 25. Mai 2014 gewählt. Der amtierende EU-Parlamentspräsident erklärte in einer leidenschaftlichen Rede vor den rund 600 Delegierten, welche Visionen er von Europa hat, für welche Werte er steht und was in Europa besser werden muss:
„Ich kämpfe dafür, dass das europäische Projekt wieder mit der Hoffnung auf eine gute Zukunft verbunden wird!
Für uns, für unsere Kinder und für unsere Enkel.
Ich kämpfe dafür, dass das Leben der Menschen in Europa besser wird!
Ich kämpfe dafür, weil ich weiß: Gemeinsam schaffen wir das!“