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Till Weber aus Schleswig-Holstein zum sechswöchigen Praktikum im Bundestagsbüro von Bettina Hagedorn

Aktuelles

29.04.2016
Holsteiner in Berlin: Till Weber aus Neumünster mit Bettina Hagedorn. (Foto: Büro Hagedorn) 

 

Die Semesterferien nutzte der 20-jährige Student der Volkswirtschaftslehre Till Weber aus Neumünster für ein sechswöchiges Praktikum im Berliner Büro von Bettina Hagedorn, um die politischen Abläufe im Bundestag und die Arbeit der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter kennen zu lernen.

Bettina Hagedorn: „Neben der Erfahrung des politischen Arbeitsalltags im Bundestag waren für Till als angehenden Volkswirt besonders die Arbeitsweise meiner Ausschüsse interessant, in denen ich seit 14 Jahren Mitglied bin: Der Haushalts- und Rechnungsprüfungsausschuss mit dem Schwerpunkt Verkehr. 

Till war überrascht, wie enge Bezüge er zwischen der Theorie seines Studiums zur aktuellen Praxis im Politikbetrieb entdecken konnte: In die Zeit seines Praktikums von März bis April fiel die heiß diskutierte Vorstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 mit der volkswirtschaftlich Priorisierung von knapp 2000 Verkehrsprojekten in Deutschland sowie das Ringen um die Eckwerte des Bundeshaushalts 2017, in denen die Regierung ein Plus von fünf Milliarden Euro mit Blick auf die Integrationsanstrengungen in Kommunen und Ländern vorgenommen hatte – als Finanzminister Schäuble diese im Ausschuss erläuterte, konnte Till ‚live‘ dabei sein.“

Bei einem Praktikum im Deutschen Bundestag nehmen die Studenten am allgemeinen Politikbetrieb teil und sehen die Politiker in anderen Zusammenhängen – nicht nur vor der Kamera. Weiterhin gibt es ein Programm der SPD-Fraktion für Praktikanten, welches unter anderem einen Besuch des Bundesrates, ein Gespräch über den Nahen Osten in der US-Botschaft oder auch fachpolitische Diskussionen anbietet, an denen Till Weber gerne teilgenommen hat. Zudem hat er mehrfach interessante Debatten im Bundestag auf der Zuschauertribüne verfolgen und  an den morgendlichen Landesgruppensitzungen der Abgeordneten aus Schleswig-Holstein teilnehmen können.

Till Weber: „Es ist erstaunlich, wie viele Bezüge ich aus den Sitzungen und der allgemeinen Büroarbeit zu meinem Studium herstellen konnte. Dadurch habe ich nun praktische Anwendungsbeispiele kennengelernt und konnte selbst mit Fachbegriffen viel anfangen. Verschiedene Berichte, die in den Ausschüssen vorliegen, beschreiben häufig volkswirtschaftliche Abläufe oder nutzen bestimmte Modelle, um Prognosen über die Finanzierung eines Projektes zu erstellen. Ich dachte, Informationen wie zum Beispiel die Unterschiede von Personen- und Kapitalgesellschaft würden mir nicht mehr begegnen, doch genau diese spielen beispielsweise bei der Bewertung und dem Aufbau einer Bundesfernstraßengesellschaft eine große Rolle. Durch die regelmäßige Teilnahme an Sitzungen konnte ich die parlamentarischen Abläufe gut kennenlernen. Allgemein fühlte ich mich im Büro gut aufgehoben – ich konnte während des Praktikums viel lernen.“

Till Weber kannte Bettina Hagedorn bereits als SPD-Politikerin aus Schleswig-Holstein und nutzte bei einer Veranstaltung spontan die Gelegenheit, zur persönlichen Anfrage, ob ein Praktikum möglich wäre: „Klar“, war die Antwort und kurz darauf flatterte seine Bewerbung ins Berliner Büro.

Hagedorn: „Ein Praktikum in einem Bundestagsbüro ist eine gute Möglichkeit, unsere Arbeit als gewählte Abgeordnete besser kennen und wertschätzen zu lernen. Es ist mir wichtig, dass junge Menschen mit politischem Interesse die Chance erhalten, demokratische Prozesse persönlich zu überprüfen.“