
Bettina Hagedorn und Marlies Fritzen beim Gespräch mit Vertretern des Unternehmensverbands Ostholstein-Plön
Der Vorstand und die Geschäftsführung des Unternehmensverbandes Ostholstein-Plön haben im November die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn und die Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen (Bündnis 90/Die Grünen) zu einem Gespräch eingeladen. Der Vorstandsvorsitzende Werner Süß und der Geschäftsführer Eberhard Rauch des Unternehmensverbandes (UV) stimmten mit den beiden Abgeordneten überein, dass die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt erheblich besser verläuft als noch Anfang 2010 angenommen. Somit spart der Staat Milliarden am Arbeitsmarkt und gleichzeitig sprudeln die Steuerquellen in Land und Bund kräftig.
Die Verbandsvertreter forderten eine nachhaltige Steuervereinfachung. Bettina Hagedorn bekräftigte, dass eine Vereinfachung angesichts der Schuldenbremse nicht zu Mindereinnahmen des Staates führen dürfte. Sie schlug eine Bundessteuerverwaltung vor, mit der laut Bundesrechnungshof pro Jahr bis zu 4 Mrd. Euro Mehreinnahmen und mehr Steuergerechtigkeit zu erreichen sei - scheitern würden solche Vorschläge an unterschiedlichen Interessen von Bund und Ländern. Die Forderung des UV nach einer Fusion der Kreise Plön und Ostholstein lehnten die beiden Politikerinnen als „eine zu kleine Lösung in die falsche Richtung“ ab und forderten eine mutige Verwaltungsstrukturreform. Auch zum Thema „Feste Fehmarnbeltquerung“ gab es keine einheitliche Linie. Während die Grünen das Projekt als unnötig ablehnen , bezweifelte Bettina Hagedorn den wirtschaftlichen Nutzen. Beide Abgeordneten zeigten sich besorgt, dass die Verkleinerung der Bundeswehr möglicherweise negative Konsequenzen für Kommunen und Wirtschaft in der Region bedeute.