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Ökolandbau-Institut Trenthorst nachhaltig gesichert

Pressemitteilungen

Der Ausbau des 2007 auf Betreiben der schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn, Franz Thönnes und Jörn Thiessen geretteten Ökolandbau-Instituts Trenthorst mit 80 Mitarbeitern geht kräftig voran. Am 7. Oktober hatte Bettina Hagedorn im Haushalts-ausschuss Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner um einen Bericht zur bisherigen und zukünftigen Ausstattung der seit 2008 zum Johann Heinrich von Thünen-Institut gehörenden Forschungseinrichtung gebeten, und gestern Antwort erhalten.
In dem Schreiben (in der Anlage) heißt es, dass in 2011 der Beginn zweier großer Baumaßnahmen zur abschließenden Standortertüchtigung im Haushalt fest eingeplant sind: die Herrichtung der Gebäude 22-24 (Karree) in Trenthorst mit Gesamtkosten von 4,9 Mio. Euro sowie die Herrichtung der Altbausubstanz zur Errichtung eines Versuchsbetriebs in Wulmenau, Kosten: 4,4 Mio. Euro. Weiter heißt es: „Der überwiegende Teil des Mittelbedarfs (…) ist bereits durch Ausgabereste und den Haushaltsplan 2010 abgesichert; die restlichen Mittel sind für 2011 und 2012 (entsprechend der Mittelabflussplanung der Baumaßnahmen) berücksichtigt.“

Bettina Hagedorn dazu: „Ich freue mich riesig, dass das CSU-geführte Landwirtschaftministerium unter Ilse Aigner offenbar endlich die enorme Bedeutung dieses Forschungszweigs in dem Vorzeige-Institut Trenthorst anerkannt hat und ausreichende Mittel für den Ausbau und wichtige Forschungsvorhaben bewilligt. Das sah vor wenigen Jahren unter ihrem Vorgänger Horst Seehofer (CSU) noch ganz anders aus – damals stand das Institut im Zuge der Neustrukturierung der Ressortforschung auf seine Anordnung hin auf der ‚Abschussliste‘ und kurz vor der Schließung! Es war ein Riesenerfolg, dass wir damals das Öko-Institut in Trenthorst als einzige von der Schließung bedrohte Einrichtung bundesweit retten konnten. Damit wurde nicht nur der Verlust von 80 hochwertigen Arbeitsplätzen in Nord-Stormarn und damit im ländlichen Raum verhindert, sondern auch ein ‚Kahlschlag‘ bei der Ökolandbau-Forschung, die international einen hervorragenden Ruf genießt, abgewendet.“
Seehofers "Konzept für die zukunftsfähige Ressortforschung" sah 2006 die Schließung von Trenthorst vor. Welche enormen Investitionen verloren gegangen wären, geht aus dem Schreiben vom 11. November noch einmal deutlich hervor. Darin heißt es: „Bereits unmittelbar nach Institutsgründung (2000) wurden zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit des Instituts umfangreiche Bau- und Beschaffungsmaßnahmen eingeleitet. Hierzu zählen die schnelle Umsetzung Kleiner Baumaßnahmen wie die abgeschlossene Sanierung des Herrenhauses und des Gebäudes 20/21 in Trenthorst sowie der Bau eines Milchviehstalles, einer Getreidelagerung, einer Fahrsiloanlage, diverser Dachsanierungen von Stallgebäuden und die Schaffung sonstiger Infrastruktur am Standort Wulmenau. Beschaffungsmaßnahmen zur Erstausstattung des Instituts wurden in Höhe von rund 1,5 Mio. berücksichtigt und sind bereits überwiegend durchgeführt.“
Allerdings stellt ein von Schwarz-Gelb in der Haushaltsausschusssitzung am 11.11. für 2011 gefasster Beschluss die gezielte Förderung des Öko-landbaus nun wieder in Frage. Gemäß neuer Zweckbestimmung sollen aus dem Ansatz von 16 Mio. Euro nun nicht nur der ökologische Landbau, sondern auch andere nachhaltige Formen der Landwirtschaft gefördert werden. Hagedorn: „Dies kommt faktisch einer Kürzung der Fördermittel für die ökologische Landwirtschaft gleich! Schwarz-Gelb setzt damit die dringend nötige Grundlagenforschung leichtfertig aufs Spiel – und riskiert, dass Deutschlands Bauern den Bio-Boom ‚verschlafen‘. Gerade unter diesem Aspekt bin ich froh, dass noch einmal schriftlich bestätigt wurde, dass die Investitionen für Trenthorst für die nächsten zwei Jahre gesichert sind.“