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Zarpens stellv. Bürgermeister Olav Rieck zur 1. Veranstaltung „Menschen mit Behinderung im Deutschen Bundestag"

Aktuelles

In der Anlage finden Sie den Brief von Bettina Hagedorn an Olav Rieck vom 21.10.2011 zur Absage der 1. Veranstaltung 2011



Am 2./3. Dezember 2011 sollte die erste Veranstaltung „Menschen mit Behinderung“ im Deutschen Bundestag stattfinden – und Olav Rieck aus Zarpen freute sich auf seine Teilnahme, die durch die Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn ermöglicht wurde. Doch damals musste der Bundestagspräsident Lammert die Veranstaltung absagen, weil die erfreuliche Anmeldung von 100 Rollstuhlfahrern die Organisatoren vor angeblich unlösbare Probleme stellte – peinlich für die Bundestagsverwaltung, was 2011 bundesweit für Schlagzeilen sorgte (Schriftwechsel in der Anlage).

Doch jetzt das „Happy-End“: Am 26. Oktober 2012 konnte der Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert im Foyer des Paul-Löbe-Hauses als Premiere für Menschen mit Behinderung diese zweitägige Konferenz im Deutschen Bundestag mit insgesamt 299 Teilnehmern mit Behinderungen, die über die Schwerpunkte der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland debattieren wollen, feierlich eröffnen – und natürlich war der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister von Zarpen Olav Rieck mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn dabei.
Hagedorn: „Das peinliche Vorspiel, das 2011 zur Absage der Veranstaltung geführt hat, machte überdeutlich, wie wenig Problembewusstsein es immer noch auf allen Ebenen für die fehlende Barrierefreiheit gibt. Umso wichtiger, dass der Deutsche Bundestag jetzt mit dieser Auftaktveranstaltung ein deutliches Signal für mehr politische Beteiligung und Mitwirkung von Menschen mit Behinderung setzt, die natürlich die besten Experten in eigener Sache sind. Ich freue mich, dass Olav Rieck die Chance genutzt hat, quasi als Botschafter für Stormarn/Ostholstein im Bundestag seine Stimme einzubringen.“ Bereits vor der Eröffnung traf sich Bettina Hagedorn mit Olav Rieck, um sich beim Imbiss im Paul-Löbe-Haus ausführlich persönlich auszutauschen: Spontan kam SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier dazu.
Nach der feierlichen Eröffnung der Veranstaltung folgte das Arbeitsprogramm für die Teilnehmer: In zwölf Arbeitsgruppen, die thematisch den parlamentarischen Fachausschüsse entsprechen, können die Teilnehmer – quasi wie Abgeordnete als „Expertinnen und Experten in eigener Sache“ - die Themen, die ihnen wichtig sind, auf die Tagesordnung setzen und Anträge erarbeiten und beraten. Selbsterarbeitete Vorschläge zu unterschiedlichen behindertenpolitischen Themen sollen am Ende von zwei arbeitsreichen Tagen bei einem Abschlussplenum als Arbeitsergebnisse insgesamt präsentiert und zu Handlungsempfehlungen für das Parlament zusammengefasst werden. Olav Rieck hatte sich bereits im Vorfeld für die Arbeitsgruppe „Wirtschaft und Technologie & Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“ angemeldet und zeigte sich begeistert von der Chance an dieser ersten Veranstaltung in Berlin teilnehmen zu können.
Olav Rieck: „Zur Einbeziehung der tatsächlichen Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen ist es von wichtigster Bedeutung dies täglich vor Augen zu haben: Frühzeitig die Belange zu erkennen und zu berücksichtigen bedeutet immer Kosten zu sparen, da nicht nachgearbeitet und verbessert werden muss. Ich halte den Rahmen der Veranstaltung für sehr beeindruckend. Auf diese Art und Weise wird die richtige und notwendige Aufmerksamkeit erzeugt. Menschen mit Behinderung wollen eigentlich nicht im Rampenlicht stehen. Um aber auf die Wichtigkeit aufmerksam zu machen ist diese Veranstaltung sehr gut.“

Brief an Herrn Rieck