
Bettina Hagedorn gemeinsam mit dem Team der Klaus-Harms-Schule aus dem
schleswig-holsteinischen Kappeln am 1. Juli 2011 in Berlin, v.l.: Kristian Meier, Yannik Schiedemann und Lasse Bahr.
Der dritte Bundesentscheid der "Ecopolicyade" am heutigen Freitag in Berlin war wieder ein großer Erfolg – und wurde zum dritten Mal von der SPD-Bundestagsabgeordneten aus Ostholstein eröffnet, die 2007 im Haushaltsausschuss erstmalig für eine 200.000-Euro-Förderung dieses Schülerwettbewerbs gesorgt hatte – seitdem findet der in Schleswig-Holstein „erfundene“ Schüler-Kontest unter dem Dach der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bundesweit statt. Die Landessieger aus Schleswig-Holstein – zum dritten Mal in Folge das Team des Klaus-Harms-Gymnasiums aus Kappeln – haben nach zwei „Silbermedaillen“ 2009 und 2010 in diesem Jahr mit der „Bronzemedaille“ den 3. Platz belegt.
Hagedorn: „Bedauerlich ist, dass unter Schwarz-Gelb die Fortsetzung dieser Erfolgsstory leider akut gefährdet ist – das zuständige Innenministerium hat die Förderung des für Schülerteams aller Schularten offenen Bundeswettbewerbes leider nur noch für 2011 garantiert. Wenn im Herbst für 2012 hier der Rotstift gezückt wird, dann trifft es unverständlicherweise den angeblichen Kernbereich der Bildung und ein Projekt, das Schüler hoch motiviert, sich IT-gestützt mit Klimaschutz-, Wirtschafts- und Politikaspekten zu beschäftigen – angesichts aller aktuellen Debatten genau das falsche Signal.“ Schülerteams aus allen Bundesländern Deutschlands traten am 1. Juli gegeneinander an, um sich beim Computer-Simulationsspiel "Ecopolicy" im Regieren fiktiver Staaten miteinander zu messen. Zum ersten Mal nahm auch ein österreichisches Team am Bundesentscheid teil und ist somit vielleicht der Start zu einem zukünftigen internationalen Wettbewerb.
Gewonnen hat diesmal das Team aus Brandenburg, Platz 2 belegte das Schülerteam aus Hamburg, dicht gefolgt von den Schülern der Klaus-Harms-Schule in Schleswig-Holstein, die sich gemeinsam mit dem Team aus Sachsen den 3. Platz teilten. Die Siegerteams können sich nun auf eine Reise in die Schweiz nach St. Gallen freuen. Bettina Hagedorn freut sich: "Die 'Ecopolicyade', die in den Schulen Schleswig-Holsteins bereits seit 2004 ein großer Erfolg ist, ist zum bundesweiten 'Exportschlager' geworden. Die enorme Resonanz – zwischen 110.000 und 115.000 Schüler haben sich in diesem Jahr bundesweit beteiligt – zeigt, dass sich junge Menschen spielerisch dazu motivieren lassen, sich mit sonst schwer zugänglichen und komplexen Sachverhalten im Bereich Politik, Wirtschaft und Umwelt zu beschäftigen. Erfolgreich bei dem Spiel kann nur sein, wer sein ‚vernetztes Denken‘ geschult hat und im Team die komplexen Wechselwirkungen durchschaut und erfolgreich Schwerpunkte setzt. Insofern ist der Weg das eigentliche Ziel, und ALLE teilnehmenden Schülerteams haben gewonnen – nicht nur die Sieger."
Mit etwas Glück startet im Herbst 2011 an den Schulen Schleswig-Holsteins die „neue Runde“ für den sich anschließenden Bundeswettbewerb 2011/2012. Hagedorn: "Dafür hoffe ich erneut auf viele Teilnehmer. Auch die Schulen, die bisher noch nicht mitgemacht haben, sollten ihren Schülerinnen und Schülern dieses attraktive Angebot nicht vorenthalten. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich an das Ecopolicyade-Büro wenden, Telefon: 04383 98-05, info@ecopolicyade.info.“
Hintergrund: Bereits in den vergangenen Monaten fanden mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung in allen Bundesländern Schülerausscheide statt, die Landesbesten wurden nun zum Bundesentscheid nach Berlin eingeladen.
Bettina Hagedorn, die als Mitglied im Haushaltsausschuss zwischen 2005 und 2009 auch für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zuständig war, hatte sich bereits in den Verhandlungen zum Haushalt 2008 erfolgreich für eine Erhöhung der Mittel für die Bundeszentrale um 200.000 Euro - zweckgebunden für die Ecopolicyade – eingesetzt, womit dieses in Schleswig-Holstein seit vielen Jahren erfolgreiche Projekt auch bundesweit eingeführt werden konnte.