Zu der Stellenaufstockung für die Dortmunder Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Bundeshaushalt 2012 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erklärt die stellvertretende haushaltspolitische Sprecherin und Hauptberichterstatterin für den Haushalt des BMAS Bettina Hagedorn:
Ich bin froh, dass die Koalitionsfraktionen auf Initiative der SPD in der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses den Notstand beim wissenschaftlichen Personal der BAuA endlich beendet haben: Es wurden in der namhaften Einrichtung, die bislang über 650 Beschäftigte verfügt, im Haushalt 2012 32 zusätzliche unbefristete Stellen geschaffen, davon 20 dringend notwendige neue Stellen für Wissenschaftler (Biologen, Chemiker, Toxikologen und chemische Ingenieure), die jetzt die Qualität der BAuA und damit die Qualität des Chemiestandortes Deutschlands langfristig sichern werden.
De facto wurde damit ein echter Notstand beendet: Die BAuA hatte in den vergangenen Jahren anspruchsvolle neue Aufgaben gesetzlich zugewiesen bekommen – insbesondere in der Verknüpfung mit europäischen Chemikalienrecht (REACH-Verfahren, Biozid-Zulassung, CLP) – ohne das notwendige hochqualifizierte Personal in ausreichender Anzahl und in unbefristeter Stellung beschäftigen zu können. Hervorragende junge Wissenschaftler, die für die zukünftige langfristige Arbeit der BAuA unverzichtbar sind, konnten darum mangels beruflicher Perspektive nicht gehalten werden – und das bei drohendem Fachkräftemangel!
Die BAuA genießt nicht nur in Deutschland sondern europaweit einen hervorragenden Ruf und vertritt nationale Interessen der chemischen Industrie und des Mittelstandes in europäischen Gremien mit großem Erfolg
Mein herzlicher Glückwunsch zu der ebenso deutlichen wie überfälligen Personalaufstockung gilt allen Beschäftigten, an der Spitze der Präsidentin Prof. Dr. Isabell Rothe und stellvertretend für die Belegschaft, den Personalräten Gerhard Zucht und Ulrich Hülle!
Kleiner Wehrmutstropfen: Während die SPD in den Haushaltsberatungen 300.000 € mehr an Sachmitteln - konkret für die Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA) – beantragt hat, hat Schwarz-Gelb nicht nur diese Aufstockung abgelehnt, sondern darüber hinaus im Sachmittelbereich der DASA 500.000 € gekürzt. Dabei hatte gerade erst eine Evaluation von Prof. Dr. Bernhard Graf, Leiter des an die FU Berlin angegliederten Instituts für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin, ergeben, dass in die Fachausstellung mit bundesweit hervorragendem Ruf dringend weiter investiert werden muss.