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„Unsere Gesundheit braucht Solidarität“

Aktuelles


Birte Pauls, Bettina Hagedorn und Anke Buhl auf der Podiumsdiskussion

Lensahn, 02.03.2011
Die ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedor diskutierte nach ihren Praktikumstag im AWO-Pflegeheim in Lensahn mit der Landtagsabgeordneten Birte Pauls und der Fachreferentin Altenpflege der AWO Schleswig-Holstein Anke Buhl und vielen Interessierten über das Thema „Unsere Gesundheit braucht Solidarität“.

In ihrer Einführung in den Lensahner Gildestuben betonte Bettina Hagedorn, dass auf Grund des demografischen Wandels die Zahl der Pflegebedürftigen von aktuell 2,3 Mio. Menschen im Jahr 2050 nach Schätzungen bei deutlich über 4 Mio. Menschen liegen werde. Die Zahl der vom ambulanten Pflegediensten Betreuten ist von 1999 bis 2009 um 1/3 Drittel gestiegen, die der in Heimen betreuten Pflegebedürftigen um 27,5%. Diese Entwicklung verdeutlicht die benötigten Fachkräfte in Zukunft , sowie eine solide Finanzierung der Pflege. Dabei erteilte die Bundestagsabgeordnete den Koalitionsplänen für eine verpflichtende individualisierte kapitalgedeckelte Zusatzversicherung eine Absage. Die SPD will am solidarischen Prinzip festhalten: „Wer mehr hat, der Zahlt mehr. wer weniger hat, zahlt weniger.“
Die pflegepolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion und MdL Birte Pauls will durch kostenfreie Ausbildungsplätze, durch Schaffung weitere Ausbildungsplätze, sowie Teilzeitausbildungsplätze die Attraktivität des Berufes steigern. Aber auch die Arbeitsbedingungen müssen laut Birte Pauls verbessert werden. Zur Zeit arbeiten 800.000 Menschen in der Pflege, wovon 85% weiblich sind. Jeder Dritte scheidet aus gesundheitlichen Gründen nach 8 Jahren aus dem Beruf aus.
Anke Buhl, Fachreferentin Altenpflege der AWO betonte, dass es kein Wettbewerb in der Pflege auf Kosten der älteren und kranken Menschen geben darf. Wir sind kein Sparklub, so Anke Buhl. Jeder sollte dankbar für Gesundheit sein und nur eine solidarische Gemeinschaft und Finanzierung ist dieser Aufgabe gewachsen. Durch das Ehrenamt, nachbarschaftliche Hilfe und die professionellen Pflegedienste können die zu Pflegenden würdevoll unterstützt werden.
Alle drei Referentinnen betonten die Notwendigkeit der Weiterführung der in diesem Jahr auslaufenden Förderung der dreijährigen Umschulungsmaßnahme zur examinierten Altenpflegerin.