Schrift kleiner Schrift größer

 

Suchen

 

3. Runder Tisch Pflege mit Ulla Schmidt in Oldenburg

Veranstaltungen

Mit Ulla Schmidt lud ich am 7. August in der Zeit 12:00 bis 14:30 zum mittlerweile „3. Runden Tisch – Zukunftsperspektiven in Pflege und Gesundheitsberufen“ in die Kreisberufsschule Oldenburg ein.

Nach unseren ersten beiden spannenden Treffen am 7. Januar und am 24. Mai mit Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kristin Alheit konnten wir unsere Diskussionen zu den Themenbereichen Gesundheit und Pflege dieses Mal - wie versprochen - zu verschiedenen bundespolitischen Aspekten mit einer absolut fachkompetenten Referentin fortsetzen. Nach Bad Malente und Eutin trafen wir uns diesmal in der Oldenburger Kreisberufsschule, wo aktuell auch Pflegeassistenzkräfte ausgebildet werden. Schon bei den ersten beiden Treffen waren wir uns angesichts des sich abzeichnenden eklatanten Fachkräftemangels einig, dass die Motivation junger Menschen, in Gesundheits- und Pflegeberufe zu gehen, verbessert werden muss und dass Bildung und Weiterbildung vor dem Hintergrund der aktuellen und sich verschärfenden Herausforderungen in der Gesundheits- und Pflegebranche eine Schlüsselrolle zukommt. Darum habe ich mich besonders gefreut, dass die Kreisberufsschule Oldenburg dieses Mal unser Gastgeber war.
Gemeinsam sind wir der Frage nachgegangen, welche Impulse von bundespolitischer Seite ausgehen müssen und können, um das Problem des Fachkräftemangels in den Griff zu bekommen. Die Arbeitsbedingungen im Pflegebereich sind physisch und psychisch belastend: Personelle Unterbesetzung in den Stationen, Schichtdienst und oft mangelhafte Bezahlung für hochqualifizierte und engagierte Arbeit sowie "Sackgassen" im Berufsweg sind unattraktiv und verhindern, dass die jungen Menschen und Arbeitsuchenden sich hier engagieren. Aber auch andere Themen wurden angeschnitten - wie z.B. die dringend erforderliche Pflegereform, die Herausforderungen an den Gesundheits- und Pflegesektor speziell im ländlichen Raum mit dem sich verschärfenden Ärztemangel und die Unterfinanzierung der Pflege und deren solidarische Finanzierung.
Ulla Schmidt hat in ihrer Amtszeit als Bundesgesundheitsministerin von 2001 bis 2009 u.a. eine Pflegereform erfolgreich auf den Weg gebracht, mit der die Lebens-situation der pflegebedürftigen Menschen, pflegenden Angehörigen und der Pfle-gekräfte wesentlich verbessert wurde. Gemäß dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ wurden bspw. das Pflegegeld angehoben, die Leistungen für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz erhöht und wohnortnahe Pflegestützpunkten mit Pflegeberatern eingerichtet.