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Hagedorn: Haushaltsausschuss stärkt Integrationsförderung um 9 Mio. €

Pressemitteilungen


Mit Aydan Özoğuz - Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
(Foto: 
pressedienst-oh.de)


In seiner gestrigen Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuss beschlossen, die Mittel für die Jugendmigrationsdienste (JMD) um 1 Mio. auf 42,65 Mio. Euro und die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) um 8 Mio. auf 34,277 Mio. Euro zu verstärken. Die haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Bettina Hagedorn begrüßt die Erhöhung:

„Nachdem wir bereits im Koalitionsvertrag u.a. vereinbart hatten, dass jeder Neuzuwanderer das Recht und die Möglichkeit auf ein Erstberatungsgespräch haben soll, haben wir heute dafür gesorgt, dass die steigende Nachfrage nach Beratung und Hilfestellung auch durch die Unterstützung des Familienministeriums mit Manuela Schwesig von den Büros bewältigt werden kann. Allein der Jugendmigrationsdienst betreute 2011 noch knapp 50.000 Jugendliche, 2013 waren es schon fast 75.000 – 50 Prozent mehr in nur drei Jahren! Das zeigt, dass nicht nur aufgrund der zahlreichen Krisensituationen in Europa – viele Jugendliche kommen vor allem aus Osteuropa, aber auch aus Griechenland, Spanien, Portugal und Polen – mehr junge Menschen in Deutschland Bildung und Arbeit suchen, sondern vor allem, dass auch die bereits Anwesenden immer mehr das Gespräch suchen und die Integrationsbereitschaft insgesamt steigt.“

In den bundesweit 429 Jugendmigrationsdiensten unterstützen aktuell ca. 800 Fachkräfte junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren bei ihrer Integration, insbesondere beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Hagedorn: „Eine wachsende Nachfrage gerade bei der Erstberatung gibt es auch unter den erwachsenen Zuwanderern, wo sich die Betreuungsquote von einem Berater auf 60 Zuwanderer anno 2005 inzwischen aufgrund der großen Nachfrage auf 1:300 dramatisch verschlechtert hat. Konsequenterweise hat der Haushaltsausschuss die Mittel als ersten Schritt erhöht, um den erfolgreichen Dienst weiterhin aufrecht zu erhalten. Innenminister De Maizière bleibt aufgefordert, hier 2015 deutlich ‚nachzulegen‘. Denn klar ist, dass das Innenministerium beim Haushaltsentwurf 2016 eigene Vorsorge treffen muss, damit die steigende Zahl von Zuwanderern auch tatsächlich die Integrationsunterstützung erhält, die erforderlich ist.“

In der MBE ermitteln hauptberufliche Migrationsberater den individuellen Unterstützungsbedarf der Zuwanderer und entwickeln dann gemeinsam mit dem Zuwanderer einen Förderplan. So werden die Zuwanderer schnell in die Lage versetzt, ihr Leben in Deutschland eigenständig zu regeln.