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Hagedorn zum Internationalen Frauentag: Aufstehen gegen Benachteiligung!

Pressemitteilungen

Anbei finden Sie den Gesetzentwurf der SPD-Bundestagsfraktion zur Föderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in Wirtschaftsunternehmen vom 06.03.2012, BT-Drs. 17/8878

Am 8. März ist der Internationale Frauentag – seit über 100 Jahren! Die ostholsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn resümiert:
„Echte Gleichstellung mit fairen Löhnen und einer gesellschaftlich abgesicherten Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach 100 Jahren in Deutschland noch nicht erreicht. Laut einer aktuellen OECD-Studie schneiden Frauen in Führungspositionen im Vergleich der Industrieländer bei uns besonders schlecht ab und besetzen nur vier von 100 Vorstandsposten, obwohl sie bei allen Schul- und Ausbildungsabschlüssen absolute ‚Spitze‘ sind.

Besonders diskriminierend: Frauen erzielen bei uns für vergleichbare Arbeit immer noch 22 Prozent weniger Einkommen als ihre männlichen Kollegen - damit ist Deutschland im Verhältnis zum Rest Europas Entwicklungsland. Dass gleichwertige Arbeit auch gleich bezahlt werden muss, ist nicht nur eine Mindestanforderung an Gerechtigkeit – es ist vor allem dringende Voraussetzung für eine eigenständige Existenz und soziale Absicherung im Alter. In Ostholstein sind es mit den weit unter-durchschnittlichen Reallöhnen gerade im Tourismus und Dienstleistungsbereich wiederum gerade Frauen, die besonders von Lohndumping betroffen sind. Ihnen würde die von SPD und Gewerkschaften geforderte Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns vor allem helfen, denn der Frauenanteil im Niedriglohnbereich liegt bei 70 Prozent!“
Besonders gravierende Probleme haben allerdings nach wie vor die alleinerziehenden Frauen – was natürlich nicht nur die Mütter selbst trifft, sondern vor allem auch die Kinder.
Hagedorn: „Aufgrund immer noch unzureichender Möglichkeiten der Kinderbetreuung ist es für Alleinerziehende häufig fast unmöglich, Beruf und Familie „unter einen Hut“ zu bringen und so ein eigenständiges Einkommen zu erzielen, das ihre Existenz mit den Kindern sichert. Wenn in Deutschland anklagend von Kinderarmut gesprochen wird, dann blenden viele aus, dass Kinderarmut immer Armut der Eltern bedeutet – und das sind besonders oft alleinerziehende Mütter. Fast überall im ländlichen Schleswig-Holstein mangelt es immer noch an flexiblen, qualitativ guten und bezahlbaren Betreuungsplätzen für Kinder ab dem ersten Lebensjahr und an Ganztagsbetreuungsangeboten in Krippe, Kindergarten und Schule. Dies ist eine der Hauptblockaden für viele Frauen, die arbeiten wollen, aber sich trotz teils guter beruflicher Qualifikation nicht aus dem Arbeitslosengeld-II-Bezug befreien können.“
Tatsache ist, dass Frauen im Durchschnitt besser ausgebildet sind als ihre männlichen Kollegen, aber dennoch in Führungspositionen stark unterrepräsentiert sind. Der Bundestag debattiert am Freitag, den 9. März ab 10.45 Uhr, den SPD-Gesetzentwurf zur „Förderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen“.
Hagedorn: „Wir wollen als SPD die stufenweise Einführung einer gesetzlichen Frauenquote von 40% für Vorstände und Aufsichtsräte in börsennotierten und mitbestimmten Wirtschaftsunternehmen, nachdem 10 Jahre lang Lippenbekenntnisse der Wirtschaft in Deutschland keine erkennbaren Fortschritte gebracht haben. Spannend ist, dass die EU-Justizkommissarin Reding gerade unter dem Beifall von CDU-Arbeitsministerin von der Leyen für den Sommer 2012 eine Gesetzesinitiative für eine EU-weite Frauenquote in Vorständen angekündigt hat … während die CDU-Familienministerin Schröder sich kategorisch gegen diese Quote ausspricht. Die Bundesregierung hat eben auch in der Frauen- und Gleichstellungspolitik keinen klaren Kurs!“

Die Kompaktinfo zur Chancengleichheit finden Sie hier.

Die Bundestagsdrucksache 17/8878 finden Sie hier.

 
 
 

Kommentare

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In meiner Rage hab ich grad berkemt, dass mein Kommentar ein wenig potschat formuliert wurde inkl. Grammatikfehler aber ich denke man weidf, was gemeint ist!

Autor: Jennette, Datum: 02.06.2012, 08:35 Uhr