„Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Patienten, die auf der einen Seite von Schwarz-Gelb mit einer Beitragssatzsteigerung von 0,6 Prozent am Defizit der Gesetzlichen Krankenversicherung beteiligt werden sollen und zusätzlich mit drastisch erhöhten Zuzahlungen ab 2011 zu rechnen haben. Und nun wird gleichzeitig gegen das Votum der Gesetzlichen Krankenkassen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung eine weitere Honorarerhöhung auf dem Rücken der Beitragszahler durchgedrückt. Gesetzlich Versicherte müssen sich verhöhnt fühlen: Nach einem Ausgabenplus von 7,4 Prozent in 2009 und 3,8 Prozent in 2010 für die ambulante Vergütung ist der erneute ‚Schluck aus der Pulle‘ nicht mehr vermittelbar. Während die Arzthonorare in Deutschland im Schnitt seit 2000 um 30 Prozent gestiegen sind, stagniert das Lohnniveau für die meisten Patienten und Arbeitnehmer im Gegensatz zu vielen europäischen Nachbarn seit Jahren!“
Schieflage beim Honorarzuwachs für Ärzte um 1 Mrd. Euro! – Hausärzte im Norden sind nicht die Gewinner!
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Die SPD-Bundestagsabgeordnete verweist zusätzlich darauf, dass dieses Ärztehonorarplus, das ein Ein-Milliarden-Loch im Budget der Gesetzlichen Krankenkassen reißen wird, überwiegend in Bayern und Baden-Württemberg ‚landet‘, wo Mediziner ohnehin schon gut verdienen, da das Geld laut Beschluss im Umfang von 820 Mio. Euro ‚asymmetrisch‘ auf die Länder verteilt werden soll. Hagedorn: „Damit wird das Ziel der letzten Honoraranhebung, mit der eine weitgehende regionale Angleichung der Ärzte-Honorare erreicht werden sollte, ins Gegenteil verkehrt. Zusätzlich sind die Hausärzte die Verlierer der Vereinbarungen, weil der geltende Verteilungsschlüssel die Fachärzte eindeutig begünstigt. Dies ist erneut knallharte Klientelpolitik, die mit ausdrücklicher Unterstützung von Gesundheitsminister Rösler und den Koalitionsfraktionen geschieht. Für die SPD bleibt die einheitliche Vergütung in allen Regionen und in allen Versicherungssystemen unverzichtbares Ziel und damit Bestandteil jeder Honorarreform.“



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